REM

Düstere Atmosphäre, aber vorhersehbare Pfade

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luise43 Avatar

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Mit „REM“ legen Annika Strauss und Sebastian Fitzek einen Thriller vor, der stark auf psychologische Alpträume setzt. Protagonistin Alysee wird seit einem Kindheitstrauma, bei dem ihr Vater verschwand, von fragmentarischen, wüsten Träumen gequält. Als sie eine surreal verwinkelte Villa erbt, schließt sich der Kreis zu ihrer Vergangenheit. Die Kulisse ist fantastisch gewählt: Das alte Gebäude und der sogenannte Blutnebel beschwören eine dichte, greifbare Horror-Atmosphäre herauf.
Sprachlich ist das Buch absolut flüssig und angenehm zu lesen. Dass mich die Story dennoch nicht ganz abholen konnte, liegt vor allem an der fehlenden Unvorhersehbarkeit. Für Vielleser des Genres bietet der Plot leider zu wenige Überraschungen. Das Erzählmuster erinnerte mich streckenweise an den Aufbau eines Games – ein Stilmittel, das hier zwar gewollt wirkt, der emotionalen Tiefe und der echten, packenden Spannung jedoch etwas im Weg stand.
Fazit: Durchaus lesenswert und atmosphärisch gelungen, für mich aufgrund der hohen Erwartungen jedoch kein persönliches Highlight.