REM

Große Enttäuschung

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Alysee, die ihre Mutter nie kennenlernte, verliert mit vier Jahren ihren Vater. Sie erinnert sich nur noch an viel Blut. Und sie hat panische Angst zu schlafen und zu träumen. Daher bleibt sie so lange es geht mit Hilfsmitteln wach und schläft nur selten und dann mit Schlaftabletten, die keine Träume zulassen. Anfang 20 erfährt sie auf seltsame Weise, dass sie von ihrem Vater und dessen Geschäftspartner ein altes Hotel geerbt hat. Das stand zwei Jahrzehnte leer und Alysee macht sich mit ihrem Adoptionsbruder auf den Weg, das Geheimnis des Gebäudes zu lösen und somit vielleicht herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist.

Tja, was soll ich sagen? Ich bin ja immer total gespannt, wie ich das neueste Werk von und mit Sebastian Fitzek finde. Das schwankt von total mies zu klasse, die volle Bandbreite. Diesmal bin ich leider bei der Wertung ganz unten angelangt. Es liest sich, als hätte ein Teenager versucht, einen Horrorroman zu schreiben. Logikfehler und halbgare Ideen, gewürzt mit kranken Szenen machen es nicht besser. Aber man kann nicht aufhören zu lesen, weil man wissen will, was dieser ganze Murks denn eigentlich soll.

Dabei wird es durch einen unausgereiften Schreibstil und blasse Charaktere schwer, nicht immer wieder frustriert aufzuschreien. Trotz vieler Worte und Beschreibungen finde ich zu keiner Figur einen Zugang. Diese große Distanz ist mit ein Grund, weshalb mich die Story nicht fesselt. Wieso Fitzek hier nicht korrigierend eingegriffen hat, sondern auch noch von großem Spaß beim Schreiben redet, ist mir unverständlich. Horror finde ich trotz der brutalen Szenen wenig. Unrealistische Begebenheiten gehören für mich zu manchen Büchern fast schon dazu, aber hier wurden einfach ein paar grobe Ideen zusammengewürfelt und was herauskam ist einfach nicht nur nicht gut, sondern grottenschlecht, selbst für Science Fiction nicht plausibel.

Das Ende gipfelt dann ins absolut Unglaubwürdige. Auch die allergrößte Fantasie wird hier mit lächerlicher Paranormalität beleidigt. Für den einen oder anderen kleinen guten Ansatz gebe ich insgesamt gerade noch so eben zwei Sterne, aber ich werde keinesfalls mehr von diesem Duo lesen.