REM

Hätte mehr Horror erwartet

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ann-liest Avatar

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Gestalterisch ist das Buch wirklich ein Highlight und erfüllt vollkommen meinen Anspruch an ein Horror-Buch. Das Cover ist sehr eindringlich, nimmt einen gefangen und ist auch haptisch wirklich sehr gut umgesetzt. Auch im Buch selbst sind einige düstere, skizzierte Illustrationen, welche Elemente aus den Alpträumen der Charaktere aufgreifen und die das Buch definitiv aufwerten.

Inhaltlich wurde ich in Bezug auf das Horror-Versprechen leider etwas enttäuscht. Vielleicht bin ich schon zu abgebrüht, aber ich hätte definitiv Gänsehautmomente und eine richtig dichte, düstere Atmosphäre erwartet. Leider konnte mich die Geschichte dahingehend nicht so richtig packen.

Die Idee an sich ist richtig spannend. Insgesamt finde ich Träume interessant und in diesem Bereich die Phantasie spielen zu lassen ist definitiv eine coole Idee, auch wenn das Buch hier noch etwas tiefer hätte einsteigen können.

Der Roman lässt sich super schnell weg lesen. Er ist nicht sehr lang und wechselnde Perspektiven, der eingängige Schreibstil und die immer kürzer werdenden Kapitel sorgen für ordentlich Tempo. Die Story an sich hat mir gefallen, auch wenn sie am Ende vielleicht etwas überdreht.

Ich würde sagen für Horror-Anfänger, die bisher wenig Kontakt mit „bösen Thrillern oder Horror“ hatten, könnte REM vielleicht ein guter Einstieg sein. Für echte Fans von Grauen, Thrill und Nervenkitzel dürfte es eher enttäuschend sein.