REM

Schlafen. Träumen. Sterben

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linas_buchparadies Avatar

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REM spielt mit einer starken und zugleich beunruhigenden Idee: Was wäre, wenn man seine Träume aufzeichnen und am nächsten Morgen ansehen könnte und das Einschlafen danach den Tod bedeuten würde? Allein dieser Gedanke hat bei mir sofort Interesse geweckt und sorgt auch zu Beginn für eine spannende Ausgangslage.

Die Umsetzung konnte für mich jedoch nicht ganz mithalten. Die Geschichte ist durchgehend spannend und lässt sich durch den angenehmen, gut lesbaren Schreibstil sehr schnell weglesen, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch beendet habe. Trotzdem wirkte vieles recht klischeehaft und stellenweise etwas unausgereift. Besonders der Plot war für mich relativ vorhersehbar, wodurch ein Teil der Spannung verloren ging.

Im Verlauf entwickelt sich die Geschichte außerdem stärker in eine Science-Fiction-Richtung, obwohl ich anfangs eher einen Thriller mit deutlichen Horror- und Psychoelementen erwartet hatte. Genau diese Aspekte haben mir dann auch gefehlt. Die sogenannte Albtraum-Thematik hingegen fand ich wieder richtig interessant und hätte für mich noch deutlich mehr Raum verdient.

Ein weiterer Punkt ist das Tempo. Die Handlung schreitet sehr schnell voran, was vermutlich auch mit der eher geringen Seitenzahl zusammenhängt. Dadurch bleibt vieles eher oberflächlich und ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Enthüllungen und insgesamt mehr Nervenkitzel gewünscht.

Die Protagonistin Alysee konnte mich dagegen überzeugen. Sie wirkt sympathisch und ihre Abneigung gegenüber dem Schlafen wird nachvollziehbar dargestellt. Auch ihr Einsatz für andere macht sie greifbar und gibt der Geschichte einen emotionalen Anker.

Die Auflösung am Ende kam für mein Empfinden leider etwas zu abrupt und wirkte auf mich etwas überrumpelt, dennoch fand ich das offene Ende des Buches gut.