Zu skurril
„REM“ von Sebastian Fitzek und Annika Strauss ist ein düsterer Thriller mit Horror- und Mysteryelementen, dessen schaurig-schönes Cover hervorragend zur unheimlichen Atmosphäre der Geschichte passt. Im Mittelpunkt steht Alysee, die als Kind ihren Vater unter grausamen Umständen verliert und seitdem von Angst begleitet wird. Jahre später führt ein geheimnisvolles Erbe sie immer näher an die Wahrheit heran, doch zugleich erwacht auch der Schrecken von damals erneut. Der Schreibstil ist sehr flüssig und flott, sodass sich das Buch angenehm schnell lesen lässt. Die eher kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für Tempo, während die zahlreichen Perspektivwechsel Abwechslung in die Handlung bringen. Spannung ist grundsätzlich vorhanden, dennoch konnte mich die Geschichte leider nicht vollständig mitreißen. Die Handlung wirkte auf mich stellenweise etwas zu skurril und teilweise zu science-fiction-lastig. Dadurch fiel es mir schwer das Geschehen wirklich glaubwürdig zu finden und mich ganz darauf einzulassen. Auch zu den Figuren konnte ich keine richtige Nähe aufbauen. Diese blieben für meinen Geschmack eher blass und wenig greifbar. Insgesamt hatte das Buch zwar interessante Ansätze und eine düstere Grundstimmung, konnte mich persönlich aber leider nicht abholen.