Zwischen Schlafen, Wachen und Albträumen: Ein rasanter Thriller mit Horror-Elementen
Achtung! Kleinere Spoiler sind vorhanden.
Zwei Abende. Mehr hat es nicht gebraucht, um dieses Buch zu verschlingen und das sagt eigentlich schon alles über den Sog aus, den es von der ersten Zeile an entfaltet.
Der Prolog wirft einen ohne Vorwarnung mitten ins Geschehen und hat mir bereits auf den ersten Seiten ein wenig das Herz gebrochen. Ein gelungener Einstieg, der sofort klarmacht… Hier wird nicht lange gefackelt. Dazu tragen auch die kurzen Kapitel bei, die die Handlung in einem getriebenen Tempo vorantreiben. Ein Gefühl der Atemlosigkeit entsteht und es passt zum Thema des Buches auf eine stimmige Weise.
Genretechnisch bewegt sich REM hauptsächlich im (phantastischen) Thriller-Bereich, würzt diesen aber mit Horror- und Science-Fiction-Einflüssen. Der Schreibstil ist, wie man es von Fitzek kennt, stark und das Konzept originell. Die Einflüsse von Annika Strauss fand ich so gut integriert, dass ich es im Endeffekt kaum gemerkt habe, dass 2 Autoren am Werke waren.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, wobei die Hauptprotagonistin Alysee klar im Mittelpunkt steht. Sie hat mich als Figur sofort angesprochen und auch ihr Bruder sowie das Zusammenspiel der beiden war schlichtweg großartig. Leider sind sie auch die einzigen Charaktere, denen das Buch wirklich Tiefe gönnt.
Der Mittelteil konzentriert sich zu großen Teilen auf das Erkunden und Bekämpfen der Kreaturen, was funktioniert, mir persönlich aber stellenweise mehr psychologische Tiefe und etwas mehr mentalen Wendungsreichtum gewünscht hätte. Jedoch die Plottwists, die am Ende kommen, habe ich nicht kommen sehen.
Beim Abschluss bin ich etwas zwiegespalten. Einige Fragen bleiben für meinen Geschmack zu offen, allen voran: Wie konnte Alysee über Jahrzehnte ohne tiefen Schlaf auskommen? Auch die Traumfänger haben mich in ihrer Logik nicht vollständig überzeugt. Und die Nebenhandlung rund um das Gore-Trio wirkte auf mich eher wie ein Mittel zum Zweck, um Schockmomente zu erzeugen und am Ende mehr Opfer zur Verfügung zu haben, als dass sie die Geschichte wirklich bereichert hätte.
Das Thema Schlaf und Wachen hat im Genre zudem starke Konkurrenz und der Medienrummel im Vorfeld, besonders auch vor und auf der LBM, hat die Erwartungen vielleicht etwas zu hoch geschraubt.
Fazit: Wer reinen Horror sucht, ist hier falsch. Wer aber Fitzek mag und eine Mischung aus Thriller, Horror und einer Prise Science-Fiction schätzt, wird sehr viel Spaß haben. Ich hatte es jedenfalls.
Zwei Abende. Mehr hat es nicht gebraucht, um dieses Buch zu verschlingen und das sagt eigentlich schon alles über den Sog aus, den es von der ersten Zeile an entfaltet.
Der Prolog wirft einen ohne Vorwarnung mitten ins Geschehen und hat mir bereits auf den ersten Seiten ein wenig das Herz gebrochen. Ein gelungener Einstieg, der sofort klarmacht… Hier wird nicht lange gefackelt. Dazu tragen auch die kurzen Kapitel bei, die die Handlung in einem getriebenen Tempo vorantreiben. Ein Gefühl der Atemlosigkeit entsteht und es passt zum Thema des Buches auf eine stimmige Weise.
Genretechnisch bewegt sich REM hauptsächlich im (phantastischen) Thriller-Bereich, würzt diesen aber mit Horror- und Science-Fiction-Einflüssen. Der Schreibstil ist, wie man es von Fitzek kennt, stark und das Konzept originell. Die Einflüsse von Annika Strauss fand ich so gut integriert, dass ich es im Endeffekt kaum gemerkt habe, dass 2 Autoren am Werke waren.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, wobei die Hauptprotagonistin Alysee klar im Mittelpunkt steht. Sie hat mich als Figur sofort angesprochen und auch ihr Bruder sowie das Zusammenspiel der beiden war schlichtweg großartig. Leider sind sie auch die einzigen Charaktere, denen das Buch wirklich Tiefe gönnt.
Der Mittelteil konzentriert sich zu großen Teilen auf das Erkunden und Bekämpfen der Kreaturen, was funktioniert, mir persönlich aber stellenweise mehr psychologische Tiefe und etwas mehr mentalen Wendungsreichtum gewünscht hätte. Jedoch die Plottwists, die am Ende kommen, habe ich nicht kommen sehen.
Beim Abschluss bin ich etwas zwiegespalten. Einige Fragen bleiben für meinen Geschmack zu offen, allen voran: Wie konnte Alysee über Jahrzehnte ohne tiefen Schlaf auskommen? Auch die Traumfänger haben mich in ihrer Logik nicht vollständig überzeugt. Und die Nebenhandlung rund um das Gore-Trio wirkte auf mich eher wie ein Mittel zum Zweck, um Schockmomente zu erzeugen und am Ende mehr Opfer zur Verfügung zu haben, als dass sie die Geschichte wirklich bereichert hätte.
Das Thema Schlaf und Wachen hat im Genre zudem starke Konkurrenz und der Medienrummel im Vorfeld, besonders auch vor und auf der LBM, hat die Erwartungen vielleicht etwas zu hoch geschraubt.
Fazit: Wer reinen Horror sucht, ist hier falsch. Wer aber Fitzek mag und eine Mischung aus Thriller, Horror und einer Prise Science-Fiction schätzt, wird sehr viel Spaß haben. Ich hatte es jedenfalls.