Zwischen Hitze, Stillstand und Aufbruch
Die Leseprobe entfaltet sofort eine dichte, flirrende Sommeratmosphäre, in der Hitze, Stillstand und ein leiser Schmerz ineinander übergehen. Dominik wächst im Bestattungsinstitut seines Vaters auf, umgeben von Routinen des Todes, einer schweigenden Leerstelle nach dem Weggang der Mutter und einer Freundschaft, die sein einziger Fluchtpunkt zu sein scheint. Der Ton ist direkt, humorvoll und zugleich melancholisch, getragen von filmischen Szenen wie dem Präparationsraum mit Beethoven oder dem improvisierten Proberaum im alten Stall. Zwischen all dem spürt man, dass dieser Sommer mehr in Bewegung bringen wird, als Dominik ahnt — als würde etwas unter der Oberfläche bereits leise ansetzen, sein Leben in eine neue Richtung zu schieben