Zwischen Pflicht und dem Mut, loszuspringen

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emi1984 Avatar

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Restsommer hat für mich sofort dieses leise, bittersüße Gefühl ausgelöst, das entsteht, wenn ein Lebensabschnitt zu Ende geht und man noch nicht weiß, wohin man eigentlich will. Dominik steht kurz vor dem Schulabschluss – und eigentlich scheint sein Weg vorgezeichnet: das Bestattungsinstitut des Vaters übernehmen. Doch je näher das Ende rückt, desto stärker spürt man seine Zweifel und diese innere Unruhe, die viele aus dieser Zeit kennen.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, ganz nah bei seinen Gedanken zu sein: die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, der Wunsch nach etwas Eigenem – und dann diese erste Liebe, die alles ins Wanken bringt. Für mich fühlt sich die Geschichte sehr ehrlich an, nicht kitschig, sondern ruhig, feinfühlig und voller Zwischen­töne.

Es ist ein Buch über diesen einen Sommer, in dem man merkt, dass das Leben größer ist als die Erwartungen anderer. Und darüber, wie viel Mut es braucht, nicht auf sicherem Boden zu bleiben, sondern zu springen.