Die Geschichte hat es in sich
Ich habe mich sehr darauf gefreut, Restsommer zu lesen. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und auch das Cover hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Der Roman lässt sich dem Coming-of-Age-Genre zuordnen und umfasst etwa 400 Seiten. Der Schreibstil ist angenehm leicht, gut verständlich und passend zum Alter der Protagonisten gestaltet, was den Einstieg und das Weiterlesen sehr einfach macht.
Besonders neugierig war ich auf das Setting rund um das Bestattungsinstitut. Dieses wirkte anfangs ungewohnt, entwickelte jedoch schnell eine gewisse Selbstverständlichkeit. Beeindruckt hat mich dabei vor allem, wie selbstverständlich die Figuren mit diesem Umfeld umgehen.
Entgegen meiner Erwartungen nimmt das Thema Tod und Sterben jedoch keinen allzu großen Raum ein. Vielmehr steht die persönliche Entwicklung des Protagonisten im Mittelpunkt: seine Träume, seine Zukunft und die Frage, ob er das Familienunternehmen weiterführen möchte. Darüber hinaus spielt auch eine Liebesgeschichte eine wichtige Rolle, die Mut erfordert und besonders in der zweiten Hälfte des Buches zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Ab diesem Punkt nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, Spannung und Dramatik steigen spürbar, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Gerade die letzten Seiten habe ich regelrecht verschlungen.
Zwischendurch gab es immer wieder Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht und an meine eigene Jugend erinnert haben (Stichwort: ICQ und Stufenpartys). Insgesamt vermittelt das Buch trotz seiner ernsteren Thematik auch eine sommerlich-leichte Atmosphäre und fängt den jugendlichen Leichtsinn sehr authentisch ein.