Erstens kommt es anders...
Der "Restsommer" hat eine Tschick-große Lücke in meinem Herzen gefüllt, von der ich eigentlich gedacht hatte, sie wäre mittlerweile verschwunden. Wenn es ein Buch fertig bringt, dass man nach der ersten halben Seite nur den einen Wunsch hat und zwar, dass sich die Vorahnung einer ganz wunderschönen Geschichte bewahrheitet, entwickelt man als Leser eine leichte Trüffelschwein-Identifikation. :) Umso schöner, wenn sich der Wunsch tatsächlich erfüllt und man es nach dem letzten Satz mit einem leicht debilen, aber sehr verliebten Lächeln sinken lassen kann.
Dominik befindet sich im Aufbruch - allerdings ohne es selbst zu wissen. Er weiß nur, dass er im Moment nicht so richtig Boden unter den Füßen hat. Die Bandproben mit den Freunden, die Schule, die Feten - es ist alles ein bisschen lauwarm. Nichts halbes und nichts ganzes. Auch die Tatsache, dass sein Vater ihm quasi schon die Nachfolge des familieneigenen Bestattungsunternehmens untergejubelt hat, macht die Gesamtsituation nicht besser. Als Biff neu in die Klasse kommt, verschiebt sich das Gefüge von Dominiks Welt. Da ist jemand, bei dem es klickt. Jemand, der Dominiks Status als Mit-dem-Strom-Schwimmer nicht kennt. Jemand, mit dem man schweigen kann, ohne komisch von der Seite angeguckt zu werden. Doch auch Biff hat seinen Ballast und das nicht zu knapp. Als Nick mehr und mehr hinter dessen einzelne Schichten blickt, wackelt nicht nur der erste Eindruck, sondern auch sein Bild von sich selbst. Die zentrale Frage ist, ob sich Nick dazu durchringen kann, ehrlicher zu sein - was seine Gefühle und Wünsche angeht.
"Restsommer" ist für mich ein typisches Igelbuch gewesen. Stellenweise niedlich, sanft und amüsant. Stellenweise kratzig und zickig. Dabei jedoch einfach hinreißend in seiner Ehrlichkeit, in seiner Stimme und seiner Geschichte.
Was würde ich darum geben, eine Fortsetzung der Herbstferien in Berlin zu lesen!
Dominik befindet sich im Aufbruch - allerdings ohne es selbst zu wissen. Er weiß nur, dass er im Moment nicht so richtig Boden unter den Füßen hat. Die Bandproben mit den Freunden, die Schule, die Feten - es ist alles ein bisschen lauwarm. Nichts halbes und nichts ganzes. Auch die Tatsache, dass sein Vater ihm quasi schon die Nachfolge des familieneigenen Bestattungsunternehmens untergejubelt hat, macht die Gesamtsituation nicht besser. Als Biff neu in die Klasse kommt, verschiebt sich das Gefüge von Dominiks Welt. Da ist jemand, bei dem es klickt. Jemand, der Dominiks Status als Mit-dem-Strom-Schwimmer nicht kennt. Jemand, mit dem man schweigen kann, ohne komisch von der Seite angeguckt zu werden. Doch auch Biff hat seinen Ballast und das nicht zu knapp. Als Nick mehr und mehr hinter dessen einzelne Schichten blickt, wackelt nicht nur der erste Eindruck, sondern auch sein Bild von sich selbst. Die zentrale Frage ist, ob sich Nick dazu durchringen kann, ehrlicher zu sein - was seine Gefühle und Wünsche angeht.
"Restsommer" ist für mich ein typisches Igelbuch gewesen. Stellenweise niedlich, sanft und amüsant. Stellenweise kratzig und zickig. Dabei jedoch einfach hinreißend in seiner Ehrlichkeit, in seiner Stimme und seiner Geschichte.
Was würde ich darum geben, eine Fortsetzung der Herbstferien in Berlin zu lesen!