Freihändig

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karla kolumna Avatar

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Auf dem Buchcover von "Restsommer" ist ein tauchender Junge - inmitten von schillerndem, klaren Wasser zu sehen.

Es ist 2003: Dominik steht kurz vor dem Schulabschluss. Oder auch nicht? Er soll das Bestattungsinstitut seines alleinerziehenden Vaters übernehmen. Oder auch nicht? Er will raus aus seinem kleinen Ort. Oder auch nicht? Er lernt Biff kennen und schätzen, das verändert alles. Eine tiefe Freundschaft entsteht. Oder auch mehr? Dieser Sommer ist entscheidend für Dominik. Letztes Jahr verließ seine Mutter die Familie. Dieses Jahr scheint sein Leben weiter aus den Fugen zu geraten. Was will er, was nicht? Was will er sein? Mit Biff zusammen erlebt er intensive Monate und einen sehr dramatischen Restsommer, der vielleicht alles verändert. Dominik findet ein Stück mehr zu sich selbst, muss aber auch viele schmerzliche Erfahrungen durchleben, die auch viel Mut erfordern. Ein Roman übers Erwachsenwerden, über Identität und Selbstbestimmung. Der Roman liest sich intensiv, Dominik ist sofort sympathisch.

Die Thematik berührt mich, besonders, dass nicht alles so rund läuft und Dominik viel an sich zweifelt, über sich hinaus wachsen MUSS. Die Beziehung zu Biff wird detailliert beschrieben und doch auch so, dass sich auch viel in der eigenen Fantasie abspielt. Was man aus dem Buch lernen kann: Es lohnt sich immer mutig und aufrichtig zu sein, für sich einzustehen und selbst am Boden noch zu kämpfen. Die Figuren sind authentisch charakterisiert, ihre Gedanken nachvollziehbar und realistisch. Auch wenn die Story auch sehr harte Wendungen nimmt, so ist alles an sich stimmig. Das Buch berührt. Sicherlich auch für Jugendliche geeignet, die sich selbst gerade in der Findungsphase befinden.