Manchmal kommt die größte Veränderung genau dann, wenn man glaubt, dass alles bleibt, wie es ist.
In „Restsommer“ bringt Kea von Garnier 2000er-Nostalgie aufs Dorf: Schönacker, Niedersachsen – viel Alltag, viel Gefühl von Stillstand. Im Zentrum steht Dominik, 16, Sohn eines alleinerziehenden Bestatters, aufgewachsen zwischen Särgen und Routinen. Sein Leben läuft – irgendwie. Schule, Zocken mit den Jungs, Zukunft verdrängen, weitermachen.
Bis Biff auftaucht – selbstbewusst, schlagfertig, mühelos cool.
Tag für Tag nimmt er mehr Raum in Dominiks Leben ein, und aus Dominiks diffusem Unbehagen wird eine klare Erkenntnis: Dieses Leben ist nicht seins. Da muss noch mehr sein. Stück für Stück weicht die Enge des Dorfes, als würde Biff einen Filter über Dominiks Welt legen und seine Beklemmung in Weite verwandeln.
Der Stil? Direkt, ungefiltert, oft herrlich schwarz-humorig, subtil witzig und sprachlich nah an den Figuren – inklusive Entwicklung, genau wie bei ihnen selbst.
Die Figuren wirken echt, kantig, sofort sympathisch. Divers, modern, extrem gut ausgearbeitet, aber nie aufgesetzt. Die Story bleibt in Bewegung – durch unvorhersehbare Ereignisse, durch Emotion, Dynamik und ehrliche Entwicklung.
Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin keine klaren Antworten auf die großen Fragen des Lebens gibt. So wirkt es, als würde sie die Würde ihrer Figuren wahren, die man – wie Menschen eben auch – nie zu 100 % kennt.
In diesem Buch geht es um queere Liebe, Selbstfindung, familiäre Verantwortung und die Frage: Bleiben oder gehen? Was Biff und Domi sonst noch erleben, sind 400 Seiten Coming-of-Age auf höchstem Niveau – durchgehend überzeugend und so stark, dass viele andere Geschichten des Genres dagegen verblassen.
Bis Biff auftaucht – selbstbewusst, schlagfertig, mühelos cool.
Tag für Tag nimmt er mehr Raum in Dominiks Leben ein, und aus Dominiks diffusem Unbehagen wird eine klare Erkenntnis: Dieses Leben ist nicht seins. Da muss noch mehr sein. Stück für Stück weicht die Enge des Dorfes, als würde Biff einen Filter über Dominiks Welt legen und seine Beklemmung in Weite verwandeln.
Der Stil? Direkt, ungefiltert, oft herrlich schwarz-humorig, subtil witzig und sprachlich nah an den Figuren – inklusive Entwicklung, genau wie bei ihnen selbst.
Die Figuren wirken echt, kantig, sofort sympathisch. Divers, modern, extrem gut ausgearbeitet, aber nie aufgesetzt. Die Story bleibt in Bewegung – durch unvorhersehbare Ereignisse, durch Emotion, Dynamik und ehrliche Entwicklung.
Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin keine klaren Antworten auf die großen Fragen des Lebens gibt. So wirkt es, als würde sie die Würde ihrer Figuren wahren, die man – wie Menschen eben auch – nie zu 100 % kennt.
In diesem Buch geht es um queere Liebe, Selbstfindung, familiäre Verantwortung und die Frage: Bleiben oder gehen? Was Biff und Domi sonst noch erleben, sind 400 Seiten Coming-of-Age auf höchstem Niveau – durchgehend überzeugend und so stark, dass viele andere Geschichten des Genres dagegen verblassen.