Mitten ins Herz

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stoepfel Avatar

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Die Geschichte von Dominik hat mich nach wenigen Seiten gefangen.
Vielleicht lag es an der liebevoll-beiläufig geschilderten beruflichen Perspektive, die Dominik erwartet - dem Bestatterwesen. Großartig recherchiert, nebenbei!
Vielleicht lag es an der besonderen Fähigkeit, sich in diesen Pubertierenden einzufühlen.
Vielleicht lag es am gut getroffenen Ton des Ich-Erzählers, den ich sehr authentisch fand.
Vielleicht lag es am Mix der Probleme, die zwar dramaturgisch gehäuft auftraten (Pubertät, Beziehungsprobleme der Eltern, Schule, anstehende Berufswahl, ...) aber die Geschichte dennoch nicht überluden.
Vermutlich war es alles zusammen.

Dominik ist auf sehr sympathische Weise verunsichert und reflektiert zugleich. Das sorgt für eine angenehme Ambivalenz: man will ihn trösten, ihm zurufen, dass schon alles irgendwie gut werden wird - und dann kommt er meist alleine drauf...
Seine Achterbahn durch den (Rest-)Sommer fesselte mich zunehmend, dank der klugen Geschichte und des lebendigen Schreibstils: jugendgemäß ohne gekünstelt zu sein. Erwachsenentauglich.

Danke für diese Fahrt, an deren Ende ich, ähnlich wie in guten Freizeitparks, am liebsten sofort noch einmal eingestiegen wäre.

Ich danke vorablesen.de und dem Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.