YA-Thriller mit Themen, die emotional belasten können

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insel Avatar

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Dieser YA-Thriller wird als Jugendbuch und ab 14 Jahren empfohlen, wobei dies nur für abgehärtete LeserInnen zutreffen wird, denn ich fand ihn thematisch mit vielen heftigen Themen besetzt. Außer viel Sprachgebrauch, der eher der Altersgruppe zugeordnet werden darf,hätte er durchaus auch im "Regal" für Erwachsene stehen können, wobei die Hauptfiguren junge Erwachsene bzw. Schüler sind.
Zunächst geht es um einen Tankstellenüberfall, bei dem auf den jungen Angestellten Vince geschossen wird. Zeuginnen werden Liv und Sara, wobei letztere seine Freundin ist.Ich habe das Buch sehr zügig gelesen, denn durch die Perspektivwechsel aus der Sicht von Liv, Sara und einem unbekannten "Er" sowie die Einteilung und Wechsel der knappen Kapitel in unterschiedlichen Zeitabschnitte, ist das Geschehen temporeich und hat mich gepackt. Was ist vor dem Überfall geschehen? Die Eltern der Jugendlichen waren sehr unterschiedlich, was ich authentisch fand, denn sie glänzten durch Abwesenheit oder waren sehr dominant oder sehr mit sich selbst beschäftigt oder wollten das "Beste" für ihr Kind.....
Positiv bei den schrecklichen Ereignissen mit den Folgen, die es für die jungen Menschen hat, ist es, dass auch eine ehrliche Freundschaft entsteht, es "Hilfsangebote" der Schule gibt und eine Mutter, die ungeahnte Stärke zeigt.
Ein guter Thriller für emotional starke Jugendliche und auf jeden Fall für Erwachsene, die viel mit Jugendlichen zu tun haben.

Vier Sterne