Ein Auftakt mit ziemlicher Schieflage
Das ist leider wirklich so gar nicht meins! Schon im Prolog ging bei mir die innere Alarmanlage an: Einen Winzer an einen Lehnstuhl zu fesseln, ihm das Blut abzulassen und im Gegenzug eine Magnumflasche Rotwein direkt in die Venen zu pumpen, ist als Todesart so unfassbar plakativ und auf Schock-Effekt getrimmt, dass es bei mir eher Augenrollen als echte Gänsehaut auslöst. Diese Art von bemüht makaberer Inszenierung wirkt einfach schrecklich konstruiert.
Richtig störend finde ich aber diesen extremen Bruch direkt danach: Kaum ist der Mann im Kerzenschein verblutet, schlendert der deutsche Privatier im edlen Morgenmantel über das Sonnendeck seiner Motoryacht, Alexa wünscht ihm einen guten Morgen auf der schönsten Insel der Welt, und man versinkt seitenlang in sonnendurchflutetem Mallorca-Kitsch mit Austern, Café con leche und Segelboot-Geschwätz. Das liest sich über weite Strecken wie ein Hochglanz-Urlaubsprospekt für wohlhabende Aussteiger, in den man krampfhaft einen Mord hineingestopft hat.
Auch bei den Ermittlerfiguren will bei mir kein Funke überspringen: Die Polizistin, die mit wehendem Haar und roter Corvette über die Insel braust, dazu der Kollege mit dem Spitznamen „Adonis“ – das bedient so ziemlich jedes abgedroschene Klischee, das man in Regionalkrimis finden kann. Wenn die Gerichtsmedizinerin am Tatort angesichts der Leiche dann auch noch gut gelaunt vorschlägt, am Wochenende einen feinen Rotwein zu trinken, wird es endgültig ungelenk.
Mir fehlt hier schlichtweg die atmosphärische Dichte, die emotionale Glaubwürdigkeit und vor allem die erzählerische Tiefe. Das plätschert zwischen übertriebenem Splatter-Prolog und seichtem Urlaubs-Geplänkel hin und her – für mich definitiv kein Buch, bei dem ich wissen müsste, wer der Täter war.
Richtig störend finde ich aber diesen extremen Bruch direkt danach: Kaum ist der Mann im Kerzenschein verblutet, schlendert der deutsche Privatier im edlen Morgenmantel über das Sonnendeck seiner Motoryacht, Alexa wünscht ihm einen guten Morgen auf der schönsten Insel der Welt, und man versinkt seitenlang in sonnendurchflutetem Mallorca-Kitsch mit Austern, Café con leche und Segelboot-Geschwätz. Das liest sich über weite Strecken wie ein Hochglanz-Urlaubsprospekt für wohlhabende Aussteiger, in den man krampfhaft einen Mord hineingestopft hat.
Auch bei den Ermittlerfiguren will bei mir kein Funke überspringen: Die Polizistin, die mit wehendem Haar und roter Corvette über die Insel braust, dazu der Kollege mit dem Spitznamen „Adonis“ – das bedient so ziemlich jedes abgedroschene Klischee, das man in Regionalkrimis finden kann. Wenn die Gerichtsmedizinerin am Tatort angesichts der Leiche dann auch noch gut gelaunt vorschlägt, am Wochenende einen feinen Rotwein zu trinken, wird es endgültig ungelenk.
Mir fehlt hier schlichtweg die atmosphärische Dichte, die emotionale Glaubwürdigkeit und vor allem die erzählerische Tiefe. Das plätschert zwischen übertriebenem Splatter-Prolog und seichtem Urlaubs-Geplänkel hin und her – für mich definitiv kein Buch, bei dem ich wissen müsste, wer der Täter war.