Gelungener Mix

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habbo Avatar

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Ein ruhiger Mallorca-Krimi, wenngleich weder der erste, noch der zweite Mord harmlos daherkommt: einmal per bizarrem Blut-Wein-Austausch, einmal per Schubs in einen und danach Ertrinken in dem Weintank. Die Darstellung der Tatorte, die Präsentation der Protagonisten, die Erläuterungen der Ermittlungen, alles ruhig, fast unspektakulär erzählt, aber auf keinen Fall spannungsarm. Die Sprache schön, an manchen Stellen fast poetisch. Eine Fülle von Lebensweisheiten begleiten die Gespräche mit den Verdächtigen. Aber nicht klugscheißerisch. Die Ermittler fast durchgängig auf falscher Spur. Die eigentliche Tragödie dahinter lange versteckt. Eigentlich löst eine KI, die sich erschreckend selbst weiterentwickelt, den Fall. Was hier ein wenig befremdlich herüberkommt.Die Ermittler erstaunlich empathisch, der Vorgesetzte ausnahmsweise mal kein Stinkstiefel. Neben der eigentlichen Geschichte werden auch Mallorca, mallorquinische Lebensweise und mallorquinische Weine schmackhaft gemacht. Aus einheimischer Sicht. So wird selbst der Mallorca-Kritische fast bekehrt. Eine gelungene Story, gut verpackt, lesefreundlich erzählt. Der Grundstein für den nächsten Fall gelegt.