Gierige Weinmafia oder alte Schuld - wer trägt die Verantwortung?
In einem Weinkeller einer Bottega auf MAllorca wird der Winzer Nadal Diaz tot aufgefunden, der auf besonders grausame Weise umgebracht wurde: Während sein Blut aus seinem Körper lief, wurde Rotwein in seine Adern geleitet. Inspectora Ana Banderas und ihr Kollege Donis Nuñez werden mit den Ermittlungen betraut; Ana erhält im Privaten auch noch Unterstützung von dem deutschen Aussteiger Georg Rothenburg und seiner KI Sonia, die mit wertvollen Rechercheergebnissen weiterhilft. Schon bald treffen Ana und Donis auf ein GEschäft mit gefälschten Flaschen Wein, in das Naldas Ehemann Francisco und der mächtige Strippenzieher Pablos Baròn Rodriguez verwickelt sind - doch haben sie auch Nadals Tod zu verantworten? ...
Der Leipziger Autor, der sich unter dem Pseudonym Georg Torres seiner Leidenschaft Mallorca, der Landschaft und den Menschen dort widmet, legt mit "Rotwein im Blut" den Auftakt zu einer neuen Krimireihe vor, in denen zwei mallorquinische Inspektoren und im Hintergrund eine KI ermittelt. Und ich muss sagen, dass ich die KI, die den Eigennamen Sonia erhalten hat und im Laufe der Zeit immer mehr menschliche Züge annimmt, als eine überaus gelungene Ergänzung in diesem klassischen Krimi ansehe, mit der wir uns wohl oder übel zukünftig mehr und mehr auseinandersetzen müssen. Ganz nebenbei zeigt Torres dabei tatsächlich auch Gefahren solcher Künstlicher Intelligenzen auf, die mir durchaus Bauchschmerzen verschafft haben.
Dass Georg Torres weniger an Sonne, Strand und Meer beim Gedanken an Mallorca interessiert ist, sondern vielmehr an den Geschichten der Menschen und einer Verbindung von Vergangenheit und Zukunft, ist das Hervorzuhebende an diesen MAllorca-Krimi. Dem Autor gelingt es, authentische Schauplätze, und echte Emotionen mit einem spannenden Kriminalfall zu verbinden. In diesem ersten Teil der Serie steht Mallorca als renommierte Weinregion im Mittelpunkt, deren Bottegas und Weine einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Urlaubsinsel ausmachen. Torres hat gut recherchiert und so gab es für Laien wie mich einiges Neues zu erfahren. Aufschlussreich waren hier auch die Beschreibungen der internationen Weinmafia, die weltweit gefälschte Weine zu exorbitanten Preisen verkauft und dabei ihr Bedürfnis nach Macht und Geld rücksichtslos befriedigt.
Georg Torres schreibt bildhaft und anschaulich; kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und schnelle Schnitte halten die Spannung hoch; überraschende Wendungen machen das Miträtseln zu einem Vergnügen. Das Rätsel wird am Ende sauber aufgelöst - und das letzte Kapitel führt bereits zu dem folgenden Fall, der uns im zweiten Band unter dem Titel "Tödliches Handicap" bereits im November 2026 erwartet, jedoch verzichtet Torres hier auf ungeliebte Cliffhanger.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die gut und glaubhaft ausgearbeiten Figuren und ihre eigenen Geschichten. Gut gefallen hat mir hier auch, dass die Ermittler einfach ermittelt haben und sich nicht noch mit schwerwiegenden privaten Problemen oder einem komplizierten Miteinander auseinandersetzen mussten. So lenkte nichts vom Fall und seiner Auflösung ab.
Ein marginaler Wermutstropfen ist für mich allerdings, dass ich über einige kleine Logikfehler stolperte; diese konnten das Lesevergnügen jedoch kaum trüben.
"Rotwein im Blut" ist ein spannender Krimi, der dem klassischen Mallorca-Setting durch seine Themen und Hintergründe einen angenehmen Mehrwert hinzufügt und den ich gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Der Leipziger Autor, der sich unter dem Pseudonym Georg Torres seiner Leidenschaft Mallorca, der Landschaft und den Menschen dort widmet, legt mit "Rotwein im Blut" den Auftakt zu einer neuen Krimireihe vor, in denen zwei mallorquinische Inspektoren und im Hintergrund eine KI ermittelt. Und ich muss sagen, dass ich die KI, die den Eigennamen Sonia erhalten hat und im Laufe der Zeit immer mehr menschliche Züge annimmt, als eine überaus gelungene Ergänzung in diesem klassischen Krimi ansehe, mit der wir uns wohl oder übel zukünftig mehr und mehr auseinandersetzen müssen. Ganz nebenbei zeigt Torres dabei tatsächlich auch Gefahren solcher Künstlicher Intelligenzen auf, die mir durchaus Bauchschmerzen verschafft haben.
Dass Georg Torres weniger an Sonne, Strand und Meer beim Gedanken an Mallorca interessiert ist, sondern vielmehr an den Geschichten der Menschen und einer Verbindung von Vergangenheit und Zukunft, ist das Hervorzuhebende an diesen MAllorca-Krimi. Dem Autor gelingt es, authentische Schauplätze, und echte Emotionen mit einem spannenden Kriminalfall zu verbinden. In diesem ersten Teil der Serie steht Mallorca als renommierte Weinregion im Mittelpunkt, deren Bottegas und Weine einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Urlaubsinsel ausmachen. Torres hat gut recherchiert und so gab es für Laien wie mich einiges Neues zu erfahren. Aufschlussreich waren hier auch die Beschreibungen der internationen Weinmafia, die weltweit gefälschte Weine zu exorbitanten Preisen verkauft und dabei ihr Bedürfnis nach Macht und Geld rücksichtslos befriedigt.
Georg Torres schreibt bildhaft und anschaulich; kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und schnelle Schnitte halten die Spannung hoch; überraschende Wendungen machen das Miträtseln zu einem Vergnügen. Das Rätsel wird am Ende sauber aufgelöst - und das letzte Kapitel führt bereits zu dem folgenden Fall, der uns im zweiten Band unter dem Titel "Tödliches Handicap" bereits im November 2026 erwartet, jedoch verzichtet Torres hier auf ungeliebte Cliffhanger.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die gut und glaubhaft ausgearbeiten Figuren und ihre eigenen Geschichten. Gut gefallen hat mir hier auch, dass die Ermittler einfach ermittelt haben und sich nicht noch mit schwerwiegenden privaten Problemen oder einem komplizierten Miteinander auseinandersetzen mussten. So lenkte nichts vom Fall und seiner Auflösung ab.
Ein marginaler Wermutstropfen ist für mich allerdings, dass ich über einige kleine Logikfehler stolperte; diese konnten das Lesevergnügen jedoch kaum trüben.
"Rotwein im Blut" ist ein spannender Krimi, der dem klassischen Mallorca-Setting durch seine Themen und Hintergründe einen angenehmen Mehrwert hinzufügt und den ich gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!