Ruhig erzählt

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„Schöne Sätze sind manchmal nur eine elegante Art, etwas anderes nicht auszusprechen.“

Mallorca, Sonne, Meer, Weinberge und eine dramatisch in Szene gesetzte Leiche: Der Winzer Nadal Diaz wird brutal ermordet in seinem eigenen Weinkeller aufgefunden. Inspectora Ana Banderas und ihr Kollege Donis Nuñez ermitteln und merken schnell, dass in der scheinbar idyllischen Welt des mallorquinischen Weinbaus einiges im Argen liegt. Dann geschieht ein weiterer Mord, und mit ihm kommen immer mehr dunkle Geheimnisse, alte Konflikte und dubiose Geschäfte ans Licht.

„Rotwein im Blut“ ist ein Krimi, der sich Zeit lässt. Georg Torres erzählt ruhig und ohne unnötige Hektik, hält dabei aber trotzdem die Spannung hoch.
Die mallorquinische Umgebung wird sehr stimmungsvoll eingefangen. Weinberge, Weinkeller, Land und Leute gehören ganz selbstverständlich zur Geschichte und verleihen dem Kriminalfall eine besondere Atmosphäre. Der Gegensatz zwischen der sonnigen Insel und den dunklen Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen, funktioniert dabei sehr gut.

Inspectora Ana Banderas und Donis Nuñez sind sympathische und glaubwürdige Ermittler. Auch die Nebenfiguren sind interessant und überzeugend gezeichnet. Einige haben mich durchaus überrascht – allen voran Sonia, die für mich zu den interessantesten Charakteren der Geschichte gehört.

Der Schreibstil ist angenehm; insgesamt macht dieser Regional-Krimi einfach Spaß.

Für mich ist „Rotwein im Blut“ ein sehr atmosphärischer Mallorca-Krimi, der Spannung mit einer kleinen Reise durch die Welt des Weinbaus verbindet. Ein etwas anderer Krimi, der gerade durch seine ruhige Erzählweise überzeugt.

Klare Leseempfehlung.
Ich bin schon neugierig und gespannt auf den nächsten Fall. Die Leiche auf dem Golfplatz ist ja bereits gefunden...