Keine Bridgertonvibes

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Allgemeines:
„Royal Rivals - Verbotener Tanz“ ist am 21.10.26 als Taschenbuch beim Ravensburger Verlag erschienen. Der Dilogieauftakt hat 480 Seiten und stammt von der amerikanischen Autorin Katharine McGee. Er wird ab 14 Jahren empfohlen. Der zweite Band der Reihe ist zeitgleich auf Deutsch erschienen, also kann man bei Bedarf direkt weiter lesen.

Inhalt:
„The Royal Selection: Three Hearts. One Crown.

England, 1889: Am Königshof wird eine Frau für Thronfolger Prinz Edward gesucht, und damit die zukünftige Königin. Drei Prinzessinnen kommen infrage – Alix, die ein dunkles Geheimnis verbirgt, Hélène, die auf gesellschaftliche Konventionen pfeift, und May, die genau weiß, welche Regeln sie brechen muss, um ihr Ziel zu erreichen: die Krone zu tragen. Während der rauschenden Ballsaison in London spitzen sich die Ereignisse zu, als der Prinz sich in die Falsche verliebt …
Band 1 des verführerischen Intrigenspiels am Hof von Königin Victoria“ (Quelle: Verlag)

Meine Meinung:

Die Beschreibung des Buches klang sehr vielversprechend, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass man nichts verpasst, wenn man es nicht gelesen hat. Es ist nett. Es ist unterhaltsam, aber an keiner Stelle überraschend oder wirklich mit Plottwists versehen. Es plätschert einfach so dahin. Wenn man genau das gerade sucht, dann ist es ein angenehm zu lesendes Buch mit minimalen Bridgertonvibes. Warum minimal? Bridgerton unterhält mich immer und das auf eine vorzügliche Art und Weise. Wohingegen dieses Buch eher eine Art nette Ablenkung war.

Wir begleiten drei verschiedene Prinzessinnen: May, Helene und Alix. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, sowohl in ihren Interessen als auch in ihren Handlungen. May war mir grundlegend unsympathisch, zwischen Helene und Alix war ich hin- und hergerissen.
Die höfische Welt wird weichgezeichnet, auf Probleme minimal eingegangen und im Vordergrund stehen die persönlichen Interessen der drei Protagonistinnen. Es gibt noch einen Sidekick, der aber nicht wirklich ins Gewicht fällt.

Eine „Selection“ in dem Sinne ist es auch nicht wirklich, da alle Prinzessinnen eine unterschiedliche Person im Auge haben. Aber natürlich geht es im Großen und Ganzen um die royale Welt, die dadurch geprägt zu sein schien, wer mit wem verwandt war und wer wen heiraten würde. Schön fand ich, dass wirklich betont wurde, wie wenig Frauen in dieser Zeit das Recht hatten, über sich selbst zu entscheiden. Da wird einem beim Lesen manchmal ganz bange und man ist froh, dass es in unserer heutigen Zeit zumindest weitestgehend anders ist.

Fazit:
Leider für mich nur ganz nett und kein „Bridgertonroman.“