Fake-Dating in reichen Kreisen

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svettusch Avatar

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Die Autorin Tina Köpke mag ich seit ihrer Reihe "Hunting Souls" total gerne, aber ich muss sagen, dass ihr humorvoller Schreibstil und die Romance-Sparte zumindest für mich kein Match waren. Erwartet hatte ich Drama, Gossip und exzessive Parties in einem glamourösen Setting. Bekommen habe ich stattdessen Fake-Dating, einen recht lieben Blog, der noch einmal zusammenfasst und ein recht vorhersehbares Drama ...

Aber noch einmal zurück zum Anfang: In "Royal Romours" geht es um Nathalie, die eine Fake-Dating-Agentur hat, um sich ein wenig dazuzuverdienen. Ben wird durch ihre Mitbewohnerin auf sie aufmerksam und engagiert sie, da seine Familie möchte, dass er sesshaft wird. Was folgen, sind recht viele Fake-Dates, bei denen immer mehr verschwimmt, was real und was noch gespielt ist. Die Anziehung der beiden baut sich hierbei glaubwürdig und langsam auf. Die Dates sind ebenfalls abwechslungsreich und irgendwie scheint immer etwas schief zu gehen - warum, erfährt man dann später noch.

Ben und Nat sind glaubwürdige und liebenswürdige Charaktere, aber auch hier hat mir mitunter die Tiefe gefehlt, die es für mich gebraucht hätte, um mitzufiebern. Die glamourösen Kreise, in denen sich Ben und Nathalie bewegen, sind definitiv nur eine Randnotiz, ebenso wie ein Großteil der Nebencharaktere. Der Fokus lag hier ja vor allem auf Weston und Josie, sicher um den nächsten Band anzubahnen, aber deren Beziehung fand ich auch recht merkwürdig und das ganze Hin und Her hat nicht dazugeführt, dass ich mehr über die beiden erfahren wollte ... Irgendwie war es mir alles ein wenig zu schablonenhaft, kratzte zu sehr an der Oberfläche. Die Auflösung des Dramas rundum Nats und Bens Beziehung war dann auch keine große Überraschung.

Wahrscheinlich bleibe ich der Autorin lieber im Fantasy-Bereich treu, denn dieses Buch konnte mich nicht vollends überzeugen.