Mehr Tiefe wäre toll gewesen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
athene1989 Avatar

Von

„Royal Rumors – How (Not) to Fall in Love“ von Tina Köpke ist der erste Band der Royal Rumors-Reihe, wobei sich der zweite Band um Warren Ashford und Josie dreht, die auch eine große Rolle in diesem Band gespielt haben. Hier handelt sich alles um Benjamin Ashford, der einen Skandal nach den anderen kreiert. Um die Schließung seiner Konten von seinen Eltern zu verhindern, kontaktiert er Natalie, die einen Fake-Girlfriend-Service anbietet, um ihrer Mutter zu helfen. Natalie hat zwei Regeln: kein Sex und keine Küsse und natürlich keine echten Gefühle. Doch Ben ist charmanter, als sie gedacht hat.
Ich mochte Ben und Natalie echt gerne. Sie hatte eine interessante Geschichte, weil ihr Vater sie und ihre Mutter um das ganze Geld gebracht hat und im Gefängnis sitzt. Daher möchte sie mit dem Service ihre Mutter unterstützen. Leider kam für mich das Thema viel zu kurz. Es wurde etwas erwähnt, aber sie und Ben hätten sich darüber gut unterhalten können, aber leider gab es zwischen denen nur ein tiefgehenderes Gespräch und das war einfach viel zu wenig, gerade weil beide so viel zu bieten gehabt hätten. Denn Ben ist mit seinem Leben auch nicht zufrieden, obwohl er in Natalies Augen ja eigentlich alles hätte. Es wurde auch hier etwas angedeutet, aber es wäre ebenfalls viel mehr Potential drin gewesen. Ich mochte dennoch beide echt gerne und auch Bens älteren Bruder Warren mochte ich an sich. Er war immer für Ben da, hat ihn ein wenig geärgert, ihm aber auch immer Ratschläge gegeben. Allerdings war er im Bezug auf Josie, mit der er durch ihre Familien verlobt ist, recht toxisch. Es wurde immer wieder erwähnt, dass er etwas gemacht hätte, was aber nie weiter ausgeführt wurde, aber ich denke das wird dann in deren Geschichte der Fall sein. Josie selbst war auch immer für Natalie mit Rat und Tat zur Seite, was ich sehr süß fand. Die beiden waren wirklich wahre Freunde. Aber auch sie hat mir im Bezug auf Warren nicht gefallen. Die beiden haben sich, wie auch Ben und Natalie, unterhaltsame Schlagabtäusche geliefert, aber sie hat ihm immer widersprüchliche Signale gesendet. Das eine Mal war sie unglaublich abweisend zu ihm und beim nächsten Mal hat sie seine Nähe gesucht. Ich mochte die lustigen Gespräche gerne, aber die beiden waren mir zusammen irgendwie zu toxisch. Aber das erwähnt die Autorin auch in ihrer Danksagung und hat mit deren Entwicklung in ihrem eigenen Buch zu tun. Da waren Ben und Natalie deutlich angenehmer, auch wenn sie sich, gerade am Anfang, immer Sachen an den Kopf geworfen haben, was ich sehr unterhaltsam fand. Ben war charmant, unterhaltsam und respektvoll, was ich anfangs nicht erwartet hätte. Er hat mir so gut gefallen, als er Natalie kennengelernt hat. Die Story selbst war zwar vorhersehbar, aber durch den guten Schreibstil hat mich das nicht gestört. Allerdings mochte ich das Ende nicht. Das fand ich doch recht langweilig, sehr klischeehaft und ließ mich das eine oder andere Mal die Augen verdrehen. Bis dahin hat mich das Buch, trotz einiger Mängel, sehr gut unterhalten. Daher vergebe ich vier Sterne.