Tolle Atmosphäre
Schon das Cover hat mich sofort angesprochen – diese melancholische Stimmung, das Meer, die Weite. Und genau das findet man auch in der Geschichte wieder. In der Leseprobe taucht man mit Yann in die raue Schönheit der Bretagne ein, spürt den Wind, hört die Wellen – es ist fast, als wäre man selbst dort. Besonders berührt hat mich, wie feinfühlig Hélène Gestern von Erinnerungen, Vergangenem und verborgenen Familiengeschichten erzählt. Die Sprache ist dicht, ruhig und dabei so voller Atmosphäre, dass man ganz in die Gedankenwelt der Figuren eintaucht. Es geht um Herkunft, um das, was bleibt, und darum, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind. Ich freue mich schon sehr, mehr von Yann und seiner Suche zu lesen. Ein stilles, tiefgründiges Buch mit echtem Sog – nicht nur für Bretagne-Liebhaber.