Eine stille Rückkehr in die Bretagne
In Rückkehr nach St. Malo entfaltet Hélène Gestern mit leiser, poetischer Kraft eine tiefgründige Familiengeschichte, die ebenso von Erinnerung und Verlust handelt wie von Zugehörigkeit und Neubeginn.
Nach dem Tod seines Vaters kehrt Yann – ein stiller, nachdenklicher Mann – zurück in das alte Familienanwesen an der bretonischen Küste. Die Beziehung zum Vater war distanziert, ganz anders als die zu seinem verstorbenen Zwillingsbruder, dessen Stimme ihn bis heute begleitet.
Zwischen alten Dokumenten, Fotos und dem rauen Wind von St. Malo beginnt Yann, seine Familiengeschichte zu rekonstruieren – eine Reise durch Generationen, geprägt vom Erbe eines Motorenwerks, das einst sein Urgroßvater gegründet hatte.
Gestern schildert diese Spurensuche ruhig und eindringlich, mit viel Gespür für Atmosphäre und Landschaft. Man hört Möwen schreien, spürt den Salzgeruch der See und kann sich der melancholischen Stimmung kaum entziehen.
Mit 500 Seiten ist der Roman zwar ausführlich, manchmal fast weitschweifig, doch wer sich auf das Tempo einlässt, wird mit einem fein gezeichneten Porträt von Familie, Vergangenheit und innerem Wandel belohnt. Die beigefügten Stammbaum-Tafeln helfen, den Überblick zu bewahren – besonders bei der Fülle an Figuren und Erinnerungen.
Ein stilles, eindrucksvolles Buch für Leser*innen, die Familiengeschichten lieben und sich gerne literarisch an die raue Küste der Bretagne entführen lassen.
Nach dem Tod seines Vaters kehrt Yann – ein stiller, nachdenklicher Mann – zurück in das alte Familienanwesen an der bretonischen Küste. Die Beziehung zum Vater war distanziert, ganz anders als die zu seinem verstorbenen Zwillingsbruder, dessen Stimme ihn bis heute begleitet.
Zwischen alten Dokumenten, Fotos und dem rauen Wind von St. Malo beginnt Yann, seine Familiengeschichte zu rekonstruieren – eine Reise durch Generationen, geprägt vom Erbe eines Motorenwerks, das einst sein Urgroßvater gegründet hatte.
Gestern schildert diese Spurensuche ruhig und eindringlich, mit viel Gespür für Atmosphäre und Landschaft. Man hört Möwen schreien, spürt den Salzgeruch der See und kann sich der melancholischen Stimmung kaum entziehen.
Mit 500 Seiten ist der Roman zwar ausführlich, manchmal fast weitschweifig, doch wer sich auf das Tempo einlässt, wird mit einem fein gezeichneten Porträt von Familie, Vergangenheit und innerem Wandel belohnt. Die beigefügten Stammbaum-Tafeln helfen, den Überblick zu bewahren – besonders bei der Fülle an Figuren und Erinnerungen.
Ein stilles, eindrucksvolles Buch für Leser*innen, die Familiengeschichten lieben und sich gerne literarisch an die raue Küste der Bretagne entführen lassen.