Tiefgehende Familiengeschichte für Frankreich-Fans
Rückkehr nach St. Malo - der Titel verrät es bereits - begleitet Yann de Kérambrun, einen Geschichtsprofessor aus Paris, der nach dem Tod seines Vaters in seine bretonische Heimat Saint-Malo zurückkehrt – in das Haus, was der Familie schon über in Jahrhundert lang gehört. Bald schon beginnt er mit der Recherche seiner Familiengeschichte, was sich als ziemlich umfassende Aufgabe herausstellt, da sein Urgroßvater ein bedeutendes Schifffahrtsunternehmen gegründet hat. An dieser Stelle offenbaren sich zwei Schwächen des Buches: es ist wird nicht ganz klar, warum sich Yann überhaupt auf die Suche begibt, warum geht er davon aus, dass es ein Geheimnis zu entdecken gibt? Außerdem haben wir es hier mit einem Buch für Nautik-Fans zu tun. Neben den eh schon ausführlich beschriebenen Abläufen innerhalb der Firma inkl. zahlreicher Namen (es gibt im Anhang einen Stammbaum, den man auch unbedingt braucht) behandelt das Buch auch die technische Seite sehr ausführlich. So hat man nach der Lektüre das Gefühl, nun selbst den Ärmelkanal mit einem Schiff befahren zu können. Mir persönlich waren das zu viele technische Details, die aber andererseits zur Authentizität des Buches beitragen.
Ähnlich verhält es sich mit den ausführlichen Schilderungen der Natur, des Meeres und der Atmosphäre, man muss schon eine Affinität dafür haben, um nicht davon erschlagen zu werden. Frankreich- und insbesondere Bretagne-Fans werden hier ihre wahre Freude haben.
Hélène Gestern verwebt mehrere Handlungsebenen: die Gegenwart mit Yann, die Rückblicke in frühere Generationen, was zunächst nur über Briefe geschieht aber schnell auch durch Perspektivwechsel an Fahrt aufnimmt. So ist mehrere Male nicht unbedingt direkt klar, aus welcher Sicht man die Geschichte grade erlebt und welchen inhaltlichen Zweck diese Sichtweise für das Fortschreiten der Geschichte hat. In der zweiten Hälfte des Buches kommen aber all diese losen Fäden zusammen und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
Fazit:
Rückkehr nach St. Malo ist ein atmosphärisch starker Roman über Identität, Erinnerung und das Meer als Kraft zur Heilung. Wer Familiengeheimnisse, historische Verflechtungen und bretonische Landschaften mag, findet hier ein fesselndes Leseerlebnis – allerdings sollten maritime Details und Archivarbeit nicht abschrecken.
Ähnlich verhält es sich mit den ausführlichen Schilderungen der Natur, des Meeres und der Atmosphäre, man muss schon eine Affinität dafür haben, um nicht davon erschlagen zu werden. Frankreich- und insbesondere Bretagne-Fans werden hier ihre wahre Freude haben.
Hélène Gestern verwebt mehrere Handlungsebenen: die Gegenwart mit Yann, die Rückblicke in frühere Generationen, was zunächst nur über Briefe geschieht aber schnell auch durch Perspektivwechsel an Fahrt aufnimmt. So ist mehrere Male nicht unbedingt direkt klar, aus welcher Sicht man die Geschichte grade erlebt und welchen inhaltlichen Zweck diese Sichtweise für das Fortschreiten der Geschichte hat. In der zweiten Hälfte des Buches kommen aber all diese losen Fäden zusammen und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
Fazit:
Rückkehr nach St. Malo ist ein atmosphärisch starker Roman über Identität, Erinnerung und das Meer als Kraft zur Heilung. Wer Familiengeheimnisse, historische Verflechtungen und bretonische Landschaften mag, findet hier ein fesselndes Leseerlebnis – allerdings sollten maritime Details und Archivarbeit nicht abschrecken.