Düsterer Auftakt mit starker Sogwirkung

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Das Cover stach mir sofort ins Auge. Es wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich — es deutet mit seiner düsteren, geheimnisvollen Wildnis nicht auf einen klassischen Abenteuerroman hin, sondern auf etwas Bedrohliches, verstörend Geheimnisvolles.

Die Leseprobe fängt sehr dicht an: Die Bedrohung ist vom ersten Moment an spürbar – fast greifbar im Raum. Die klaustrophobische Stimmung in der Waldhütte, das Zusammenspiel unerwarteter Gäste und die grausame Forderung eines Fremden bringen Spannung und Unbehagen zugleich.

Besonders gelungen fand ich den Perspektivwechsel: Neben dem beklemmenden Gruppendrama gibt es zugleich einen emotionalen Bogen durch die Sicht von Felix’ Vater — seine Sorge öffnet eine zusätzliche Tiefe. Der Schreibstil ist klar, flüssig und erzeugt Atmosphäre, ohne überladen zu wirken.

Ich würde das Buch gerne komplett lesen — die Kombination aus psychischem Druck, menschlichen Abgründen und angedeuteter Familiengeschichte reizt mich sehr.