Schritte ins Chaos.

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fönbo Avatar

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Trockener Humor und die innere Unruhe der Hauptfigur werden direkt spürbar.

Das Cover hatte ich zuvor gesehen und im Nachhinein passt die düstere Stimmung erstaunlich gut zu dem, was zwischen den Zeilen brodelt.

Der Textfluss wirkt angenehm direkt, fast schnörkellos, wodurch man sehr schnell in Felix’ widersprüchliche Gedankenwelt rutscht.

Die Szenen wechseln in einem ruhigen Rhythmus, der trotzdem unterschwellig Druck erzeugt und ahnen lässt, dass da bald etwas kippen könnte.

Die Begegnungen im Haus zeigen viel über die Dynamik im Hintergrund, ohne dass große Erklärungen nötig wären.

Felix' Verhältnis zu seinem Vater ist spannend, weil es gleichzeitig distanziert, stolz und voller unausgesprochener Spannungen wirkt. Jenny dient als humorvoller Kontrast, der das ganze Setting greifbar und lebendig macht.

Am Ende hatte ich das Gefühl, gerade erst an der Oberfläche einer deutlich tieferen Geschichte gekratzt zu haben.