Abgrund

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manjula Avatar

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Es war mir eine Freude, dieses Buch zu lesen. Was für eine großartige Ansammlung von Abgründen ist Daniel Alvarenga in seinem Buch „Ruf der Leere“ gelungen. Vor allem in Felix, aber auch in einigen seiner Begleiter:innen geht es ganz schön komplex vor, und wir erfahren das alles, bis auf die Perspektive des Mannes, der behauptet, der Tod zu sein. Natürlich spoilere ich jetzt nicht, wie das Setting sich weiter entwickelt hat - das Ende fand ich bis ganz kurz vor Schluss nicht vorhersehbar, und es bleibt nicht offen.
Alvarenga hat seine Geschichte perfekt komponiert bzw. dirigiert. Alles ist in einem klaren, zum Teil schonungslosen Stil geschildert. Die Erzählperspektiven wechseln sich ab. Und daran orientiert werden die Erlebnisse des Tages auf der Hütte zeitlich präzise eingeordnet geschildert, außerdem in Rückblenden Ereignisse der vorangegangenen Monate, die für Felix und Laura wichtig waren und zur Situation geführt haben, in der wir ins Buch starten.
Ein spannendes Psychogramm, ein tolles Buch.
Und auch das Buchcover passt gut zur drohenden Unbill.