Entwicklung war anders als gedacht

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kristina_al Avatar

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Hauptfigur dieses Romans ist Felix, der mit Laura und seinem besten Freund Ben dessen Rückkehr aus Australien in der familieneigene Waldhütte feiern will. Als die beiden jedoch völlig unerwartet weitere Gäste mitbringen und plötzlich noch ein alter Mann auftaucht, der verkündet, er sei der Tod, ist die Stimmung auf dem Nullpunkt.
Immer wieder wechselt der Autor dann zwischen der Gegenwart in der Hütte und der Vergangenheit, in der wir nach und nach die Hintergründe erfahren.
Diese Wechsel haben mir gut gefallen und konnten mein Interesse zumindest bis zur Hälfte aufrechterhalten.
Leider hat sich dieser Roman dann jedoch völlig anders entwickelt, als ich gedacht hatte.
Waren die ersten Kapitel noch fesselnd und psychologisch interessant, flaute das Ganze dann im weiteren Verlauf deutlich ab und wurde zunehmend verworren.
Der Teil des Buches, der in der Vergangenheit spielt, konnte mich vor allem am Anfang noch absolut überzeugen, doch das Treffen in der Waldhütte war abgesehen von der etwas beklemmenden Stimmung inhaltlich eher dünn.
Für die Figuren hätte ich mir auch etwas mehr Tiefe gewünscht; bis auf Felix und Laura konnte ich kaum Zugang zu ihnen finden.
Ich vergebe gute drei Sterne für eine wirklich tolle Idee, deren Umsetzung mich zumindest anfangs gut unterhalten hat.