Hat die Erwartungen nicht erfüllt

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tinakh Avatar

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Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch von Daniel Alvarenga gefreut - nicht zuletzt, weil die Leseprobe direkt fesselnd war und ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt. Allerdings entwickelte sich bis gut über die Hälfte des Buches und damit fast 200 Seiten lang nichts, außer in Ansätzen die Charaktere. Der eigentliche Aufhänger der Story wurde erst sehr spät und für mein Verständnis auch nur sehr am Rande thematisiert.

Die Story basiert hauptsächlich auf Rückblicken auf die einzelnen Charaktere und auch das leider nicht so tiefgehend wie ich es mir gewünscht hätte. Ich konnte trotz der vielen verschiedenen Persönlichkeiten keine richtige Bindung zu auch nur einer einzigen aufbauen. Sie wurden alle eher fragmentiert beschrieben und es blieb zu viel offen (für meinen Geschmack) - das hätte man durchaus tiefer erzählen können.

Tatsächlich - und zu meiner eigenen Überrraschung - haben mich auch der Erzählstil und die Sprache eher enttäuscht. Platt, mit wenig Tiefgang, vorhersehbar und klischeehaft.

Schade, aber ich kann nicht mehr aus der Leseerfahrung herausholen und habe auch nur deshalb nicht abgebrochen, weil ich bis zuletzt gehofft hatte, dass noch ein Plottwist kommt, der alles in den Schatten rückt.

Gesamtbewertung daher leider nur 2,5.