Interessanter Plot, zum Ende hin ein paar Längen
Im Buch "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga lernen wir als erstes Felix kennen, einen jungen Mann, der beim Beginn seines Medizinstudiums die Kommilitonin Laura kennen- und bald auch lieben lernt. Als sein bester Freund Ben nach einem Auslandssemester in Australien zurückkehrt, gibt Felix in einer abgelegenen Waldhütte eine Wiedersehensparty. Allerdings ist er nicht allzu begeistert, als sowohl Ben als auch Laura unangekündigt einige Gäste mitbringen, die nicht in Felix' Konzept zu passen scheinen. Als dann auch noch ein unbekannter alter Mann, der sich als "der Tod" vorstellt, auftaucht, droht die ohnehin schon brenzlige Stimmung vollends aus dem Ruder zu laufen. Alvarenga hat eine spannende Geschichte geschrieben, die mich von Beginn an komplett gepackt hat und in die Handlung hineingezogen. In einem sehr flüssigen packenden Schreibstil schildert er die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Clique der jungen Menschen. Eigentlich jeder scheint irgendeine Art von Geheimnis zu haben, das wir als Leser nach und nach erfahren. Nichts ist so wie es scheint, der Autor baut gekonnt einen Spannungsbogen auf, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, weil ich wissen musste, wie alles zusammenhängt. Einzig im letzten Teil gibt es ein paar Längen, doch dies hat meinem Lesegenuss nicht wirklich einen Abbruch getan. Deshalb gibt es von mir trotzdem eine Leseempfehlung!