Nachdenklich und spannend

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paulamarie Avatar

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„Ruf der Leere“ von Daniel Alvarenga hat mich durch seine ruhige und nachdenkliche Stimmung überzeugt. Schon Cover und Titel haben mein Interesse geweckt und gut zur düsteren Atmosphäre der Geschichte gepasst. Beim Lesen habe ich gemerkt, dass es weniger um Action geht, sondern vor allem um innere Konflikte, Einsamkeit und die Frage nach Sinn und Moral.

Besonders die Hauptfigur fand ich spannend. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen, auch wenn sie sich oft egoistisch oder verletzend verhält. Gerade diese Widersprüche machen sie für mich glaubwürdig. Einige Nebenfiguren blieben für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, sodass ich das Buch zügig lesen konnte, auch wenn das Tempo zwischendurch etwas langsamer wurde.

Das Ende hat mich allerdings etwas enttäuscht, da es sehr plötzlich kam und viele Fragen offenließ. Trotzdem hat mich das Buch noch lange nach dem Lesen beschäftigt und ich würde es Leserinnen und Lesern empfehlen, die psychologische und nachdenkliche Geschichten mögen.