Nicht so spannend und beklemmend wie erhofft
Was als entspanntes Hüttenwochenende unter Felix Freunden beginnt, eskaliert durch ungebetene Gäste und einen mysteriösen Besucher: Ein alter Mann stellt der Gruppe ein tödliches Ultimatum – sie müssen eine Person wählen, die überleben darf, während alle anderen sterben sollen. In der Isolation bricht die soziale Fassade zusammen und weicht nacktem Egoismus.
Parallel dazu sucht Felix’ besorgter Vater nach seinem verschwundenen Sohn.
In „Ruf der Leere“ entwirft der Autor ein beklemmendes Szenario, das die Abgründe der menschlichen Natur unter extremem Druck ausleuchtet. Was nach Lesen der Inhaltsangabe zunächst nach einer tiefgründigen und fesselnden Lektüre klingt, entpuppt sich am Ende eher als ein unausgegorener Spannungsroman mit psychologischen Elementen.
Mein Gesamteindruck des Romans ist zwiegespalten. Der Autor schafft es zwar, eine durchaus stimmungsvolle und atmosphärische Kulisse aufzubauen, verliert sich jedoch streckenweise in einer gewissen Langatmigkeit.
Ein Hauptproblem liegt im Zugang zu den Protagonisten. Die Figuren wirken durch ihre Vielzahl an Konflikten und dunklen Geheimnissen oft überlastet und in ihrer Darstellung leider auch etwas stereotyp. Dadurch fällt es schwer, echtes Mitgefühl oder eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Eine stärkere Fokussierung auf Felix und Laura hätte dem Spannungsbogen vermutlich gutgetan und die beklemmende Atmosphäre verdichtet.
Während der Einstieg packend ist, fällt die Spannungskurve im Mittelteil deutlich ab. Es wird viel erzählt, ohne dass die Handlung einen wirklichen Zugewinn erfährt. Die verschiedenen Erzählperspektiven sorgen zwar für ein schnelles Lesetempo und halten das grundsätzliche Interesse aufrecht, führen jedoch auch zu störenden Handlungsbrüchen.
Einige Elemente wirken leider darüber hinaus zu gewollt. Sowohl die Rolle des alten Mannes als personifizierter „Tod“ als auch die Motivationen des Vaters erscheinen etwas zu konstruiert, um die Handlung künstlich voranzutreiben.
„Ruf der Leere“ von Daniel Alvarenga ist ein kurzweilig geschriebener Roman mit durchaus überraschenden Momenten.
Wer psychologische Spannungsromane mag, wird hier solide unterhalten. Basierend auf der Prämisse des Romanes hatte ich mir jedoch deutlich mehr Tiefe und einen konsequenteren Spannungsaufbau erhofft.
Ein lesenswerter Ansatz, der sein volles Potenzial leider nicht ganz ausschöpft.
Parallel dazu sucht Felix’ besorgter Vater nach seinem verschwundenen Sohn.
In „Ruf der Leere“ entwirft der Autor ein beklemmendes Szenario, das die Abgründe der menschlichen Natur unter extremem Druck ausleuchtet. Was nach Lesen der Inhaltsangabe zunächst nach einer tiefgründigen und fesselnden Lektüre klingt, entpuppt sich am Ende eher als ein unausgegorener Spannungsroman mit psychologischen Elementen.
Mein Gesamteindruck des Romans ist zwiegespalten. Der Autor schafft es zwar, eine durchaus stimmungsvolle und atmosphärische Kulisse aufzubauen, verliert sich jedoch streckenweise in einer gewissen Langatmigkeit.
Ein Hauptproblem liegt im Zugang zu den Protagonisten. Die Figuren wirken durch ihre Vielzahl an Konflikten und dunklen Geheimnissen oft überlastet und in ihrer Darstellung leider auch etwas stereotyp. Dadurch fällt es schwer, echtes Mitgefühl oder eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Eine stärkere Fokussierung auf Felix und Laura hätte dem Spannungsbogen vermutlich gutgetan und die beklemmende Atmosphäre verdichtet.
Während der Einstieg packend ist, fällt die Spannungskurve im Mittelteil deutlich ab. Es wird viel erzählt, ohne dass die Handlung einen wirklichen Zugewinn erfährt. Die verschiedenen Erzählperspektiven sorgen zwar für ein schnelles Lesetempo und halten das grundsätzliche Interesse aufrecht, führen jedoch auch zu störenden Handlungsbrüchen.
Einige Elemente wirken leider darüber hinaus zu gewollt. Sowohl die Rolle des alten Mannes als personifizierter „Tod“ als auch die Motivationen des Vaters erscheinen etwas zu konstruiert, um die Handlung künstlich voranzutreiben.
„Ruf der Leere“ von Daniel Alvarenga ist ein kurzweilig geschriebener Roman mit durchaus überraschenden Momenten.
Wer psychologische Spannungsromane mag, wird hier solide unterhalten. Basierend auf der Prämisse des Romanes hatte ich mir jedoch deutlich mehr Tiefe und einen konsequenteren Spannungsaufbau erhofft.
Ein lesenswerter Ansatz, der sein volles Potenzial leider nicht ganz ausschöpft.