Nichts Halbes, nichts Ganzes - leider enttäuschend
Ich weiß nicht recht, wie ich dieses Buch einordnen soll. Meine Meinung hat sich während des Lesens immer mal wieder geändert. Man hätte hier einen gruseligen Roman für jüngere Leser draus machen können oder aber ein spannendes moralisches Experiment, herausgekommen ist irgendwas dazwischen mit einem großen Anteil verwirrender Lovestory.
Ich hatte etwas Düsteres, Mysteriöses erwartet, ein psychologisches Experiment oder Gedankenspiel. Stattdessen fühlte ich mich in einen typischen College-Horror-Hütte-im-Wald-Setting, natürlich ohne Handyempfang, versetzt, bei dem aber das Unheimliche und der Nervenkitzel weitgehend ausblieben, genauso wie der psychologische Tiefgang.
Eine große Rolle spielen die Beziehungen zwischen den Hauptpersonen, besonders zwischen Laura und Felix. Themen wie Liebe, Eifersucht und Manipulation stehen im Vordergrund. Dabei sind für mich die Handlungsweisen der Protagonisten, insbesondere Felix, wenig nachvollziehbar und übertrieben. Auch andere Personen fand ich flach und klischeehaft und eher nervig in ihrer Art, alles zu durchschauen und kleinste Gefühle bei anderen zu erkennen.
Zwar wird zu Beginn in einige moralische Aspekte eingeführt, die Laura und Felix im ersten Studien-Semester kennenlernen, später spielen diese aber kaum noch eine Rolle. Die interessanten Ansätze werden oberflächlich abgehandelt, aber später nicht vertieft. Ich hatte Diskussionen, Argumente und spannende Gedanken erwartet, aber eigentlich ging es um etwas ganz anderes als die Kernfrage, wer es denn nun wert sei, weiterzuleben oder nach welchen Maßstäben die jungen Menschen versuchen, eine Lösung zu finden. Der alte Mann und sein Auftauchen sind ein Nebenschauplatz.
Der Spannungsbogen ist ganz gut gelungen, immer mal wieder war ich wirklich drin und gespannt darauf, wie es weitergeht und sich das ganze auflöst. Dann wird aber immer wieder mit völlig nebensächlichen Einschüben gearbeitet, die die Geschichte überhaupt nicht voranbringen, beispielsweise recht beliebige Infos zu Nebenpersonen. Und obwohl ich an sich kein Problem mit offenen Enden habe, hat mich dieses nur ratlos gemacht.
Ich weiß, es ist schwer, die Erwartungen an ein zweites Buch zu erfüllen, wenn der Erstling, „Hundswut“, wirklich düster, außergewöhnlich und schockierend war. Trotzdem hat „Ruf der Leere“ nicht im Ansatz einen ähnlichen Eindruck auf mich gemacht. Lässt mich leider eher enttäuscht zurück.
Ich hatte etwas Düsteres, Mysteriöses erwartet, ein psychologisches Experiment oder Gedankenspiel. Stattdessen fühlte ich mich in einen typischen College-Horror-Hütte-im-Wald-Setting, natürlich ohne Handyempfang, versetzt, bei dem aber das Unheimliche und der Nervenkitzel weitgehend ausblieben, genauso wie der psychologische Tiefgang.
Eine große Rolle spielen die Beziehungen zwischen den Hauptpersonen, besonders zwischen Laura und Felix. Themen wie Liebe, Eifersucht und Manipulation stehen im Vordergrund. Dabei sind für mich die Handlungsweisen der Protagonisten, insbesondere Felix, wenig nachvollziehbar und übertrieben. Auch andere Personen fand ich flach und klischeehaft und eher nervig in ihrer Art, alles zu durchschauen und kleinste Gefühle bei anderen zu erkennen.
Zwar wird zu Beginn in einige moralische Aspekte eingeführt, die Laura und Felix im ersten Studien-Semester kennenlernen, später spielen diese aber kaum noch eine Rolle. Die interessanten Ansätze werden oberflächlich abgehandelt, aber später nicht vertieft. Ich hatte Diskussionen, Argumente und spannende Gedanken erwartet, aber eigentlich ging es um etwas ganz anderes als die Kernfrage, wer es denn nun wert sei, weiterzuleben oder nach welchen Maßstäben die jungen Menschen versuchen, eine Lösung zu finden. Der alte Mann und sein Auftauchen sind ein Nebenschauplatz.
Der Spannungsbogen ist ganz gut gelungen, immer mal wieder war ich wirklich drin und gespannt darauf, wie es weitergeht und sich das ganze auflöst. Dann wird aber immer wieder mit völlig nebensächlichen Einschüben gearbeitet, die die Geschichte überhaupt nicht voranbringen, beispielsweise recht beliebige Infos zu Nebenpersonen. Und obwohl ich an sich kein Problem mit offenen Enden habe, hat mich dieses nur ratlos gemacht.
Ich weiß, es ist schwer, die Erwartungen an ein zweites Buch zu erfüllen, wenn der Erstling, „Hundswut“, wirklich düster, außergewöhnlich und schockierend war. Trotzdem hat „Ruf der Leere“ nicht im Ansatz einen ähnlichen Eindruck auf mich gemacht. Lässt mich leider eher enttäuscht zurück.