Spannend und überraschend bis zum Schluss

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vanessa_91 Avatar

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Meine Meinung


"....Ein Raum, sieben Menschen, manche mehr, manche weniger befreundet, nur einer darf überleben..." (ZITAT)
Dies war mein erstes Buch im Jahre 2026 und es war für mich ein wirklich extrem fesselnder Roman. Der Schreibstil war einfach und klar verständlich. Die Atmosphäre beginnt sofort mit dem Prolog beklemmend, mysteriös und angsteinflößend.

Die Ausgangssituation – ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte, eine angespannte Freundesgruppe und schließlich ein Fremder, der eine grausame Entscheidung fordert – klingt zunächst wie ein klassisches Thriller‑Setup. Doch Alvarenga nutzt diese Prämisse weniger für oberflächliche Spannung, sondern vielmehr als Bühne für ein intensives psychologisches Kammerspiel. Er hat es geschafft mich bis zur letzten Seite zu fesseln und das Ende war einfach großartig!

Die Dynamik zwischen Felix, Ben und Laura wirkt von Anfang an brüchig, und die eingeschobenen Rückblicke verstärken das Gefühl, dass hier alte Wunden und unausgesprochene Konflikte längst unter der Oberfläche brodeln. Als der alte Mann auftaucht und die Gruppe zwingt, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, kippt die Stimmung endgültig. Die Figuren reagieren nicht überzeichnet, sondern komplett authentisch, einige werden egoistisch, verletzlich, irrational, überheblich etc. dargestellt. Genau das macht die Geschichte so glaubwürdig und gleichzeitig so verstörend.

Am Ende blieb bei mir ein Gefühl von Unbehagen zurück, aber auch die Erkenntnis, dass genau das die Absicht des Autors ist: uns mit der Frage zu konfrontieren, wie wir selbst handeln würden, wenn alle Masken fallen.

Für mich ist „Ruf der Leere“ ein spannungsgeladener Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen möchte!



Über den Autor

Daniel Alvarenga wurde 1986 in Berlin geboren, wuchs aber in Bayern auf, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt.Seine Leidenschaft fürs Schreiben hat er schon zu Schulzeiten entdeckt, diese hat sich bis zu seinem Debütroman Hundswut aber vor allem auf das Verfassen und Verfilmen von Drehbüchern konzentriert.

Quelle: Verlag / vlb