Spannung mit verwirrendem Ende
Eine Gruppe junger Menschen fährt für eine Welcome-Home-Party ihres Freundes Ben in die abgelegene Waldhütte des Protagonisten Felix. Laura, Felix, Ben, Ellena, Lisa, Bill und Fabian wollen feiern, trinken und dem Alltag entkommen. Die Stimmung kippt, als ein uralter Mann zu ihrer Hütte findet und ihnen ein grausames Ultimatum stellt. Er verlangt, dass sie bis zum Abend entscheiden, wer von ihnen leben darf, alle anderen werden sterben. Während die Jugendlichen dies nach außen nicht ernst nehmen, ringen sie innerlich mit ihrer Schuld, Moral und ihrer Selbsterhaltung.
Ich war zunächst sehr begeistert, als ich gesehen habe, dass Daniel Alvarenga einen neuen Roman veröffentlicht hat. Sein erstes Werk „Hundswut“ hat mich dermaßen gepackt, dass meine Erwartungen entsprechend hoch waren.
Anders als „Hundswut“ spielt „Ruf der Leere“ in der Gegenwart. Die bedrückende Grundstimmung, die intensive Dynamik zwischen den Figuren sowie die zentralen Fragen nach Moral und sozialen gesellschaftlichem Handeln greift Daniel Avarenga auch hier auf, diesmal aber in einem anderen Kontext.
Die Thematik klang für mich sehr spannend, trotzdem ließ mich das Buch am Ende erstaunlich ratlos zurück, der Ausgang der Handlung ist mir noch immer unklar. Warum genau, möchte ich hier nicht ausführen, um nicht zu spoilern. Ein paar mehr Andeutungen hätten mir geholfen, um diesen erhofften Aha-Moment zu erleben.
Im Verlauf des Romans werden nach und nach die Beziehungen der Figuren offengelegt. Ihr Verhalten erschließt sich, da man mit jedem neuen Kapitel tief in die Perspektive der jeweiligen Protagonisten eintaucht. Als Leser steuert man dabei sehr gezielt auf das Ende zu, das bereits zu Beginn klar benannt wird, nämlich die Entscheidung darüber, wer leben darf und wer sterben soll. Diese Struktur ist klug gewählt, dennoch ging mir unterwegs leider ein Teil der Spannung verloren.
Daniel Alvarengas herausragende Ideen und sein treffender Schreibstil stehen für mich außer Frage. Dass ich „Hundswut“ seinem neuesten Roman vorziehe, ist letztlich ausschließlich mein eignes Empfinden und meine Vorliebe für historische Gesellschaftsromane.
Ich war zunächst sehr begeistert, als ich gesehen habe, dass Daniel Alvarenga einen neuen Roman veröffentlicht hat. Sein erstes Werk „Hundswut“ hat mich dermaßen gepackt, dass meine Erwartungen entsprechend hoch waren.
Anders als „Hundswut“ spielt „Ruf der Leere“ in der Gegenwart. Die bedrückende Grundstimmung, die intensive Dynamik zwischen den Figuren sowie die zentralen Fragen nach Moral und sozialen gesellschaftlichem Handeln greift Daniel Avarenga auch hier auf, diesmal aber in einem anderen Kontext.
Die Thematik klang für mich sehr spannend, trotzdem ließ mich das Buch am Ende erstaunlich ratlos zurück, der Ausgang der Handlung ist mir noch immer unklar. Warum genau, möchte ich hier nicht ausführen, um nicht zu spoilern. Ein paar mehr Andeutungen hätten mir geholfen, um diesen erhofften Aha-Moment zu erleben.
Im Verlauf des Romans werden nach und nach die Beziehungen der Figuren offengelegt. Ihr Verhalten erschließt sich, da man mit jedem neuen Kapitel tief in die Perspektive der jeweiligen Protagonisten eintaucht. Als Leser steuert man dabei sehr gezielt auf das Ende zu, das bereits zu Beginn klar benannt wird, nämlich die Entscheidung darüber, wer leben darf und wer sterben soll. Diese Struktur ist klug gewählt, dennoch ging mir unterwegs leider ein Teil der Spannung verloren.
Daniel Alvarengas herausragende Ideen und sein treffender Schreibstil stehen für mich außer Frage. Dass ich „Hundswut“ seinem neuesten Roman vorziehe, ist letztlich ausschließlich mein eignes Empfinden und meine Vorliebe für historische Gesellschaftsromane.