Überraschend gut mit offenem Ende

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
irina2605 Avatar

Von

Für mich war der Roman "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga in der Tat eine Art Lese-Überraschung!
Mittlerweile taste ich mich äußerst vorsichtig an die Neuerscheinungen ran, weil mir die "Leere" der Stories und Geschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe, mittlerweile sehr schmerzt. Dieser Roman allerdings war wie ein kleiner, spannender Thriller!
Die Charaktere der Protagonisten waren durchaus zugänglich. Sowohl Felix, der Hauptprotagonist als vermeintlicher easy-peasy Schnösel aus einem wohlhabenden Haus und Laura (ebenfalls eine Hauptprotagonistin), die eine ehrgeizige Studentin darstellt, waren für mich auf ihre eigenen Weisen sympathisch. Ja, selbst Felix mit seinem idiotischen Verhalten und dubiosem Auftreten.
Die Geschichte an sich hätte mich auch nahezu bis zum Schluss überzeugt. Es war spannend und rasant. Die Auflösung zum Schluss empfand ich allerdings weniger spektakulär, obwohl die ganze Story wirklich vielversprechend auch mit dem Hinblick auf den Schluss zu sein schien. Nach dem letzten Kapitel hatte ich einige Fragezeichen in meinem Kopf schwirren, auf die es keine Antworten gab.
Letztlich empfand ich aber diesen Roman als einen unterhaltsamen Page-Turner. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht. Von mir aus eine Leseempfehlung der kurzweiligen Art, die sich zwischen einem Roman und soften Thriller positioniert. Bewertung: 3,5 von 5 Sternen.