Unheimlich fesselnd

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treize Avatar

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Ich habe Ruf der Leere regelrecht verschlungen – selten hat mich ein Buch in so kurzer Zeit so gefesselt. Die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, und der Autor versteht es, düstere Atmosphäre und psychologische Tiefe gekonnt miteinander zu verbinden. Besonders die unvorhersehbaren Wendungen haben mich immer wieder überrascht. An einigen Stellen geriet ich allerdings ins Stolpern: Manche Szenen wirkten etwas unlogisch, und gelegentlich musste ich zurückblättern, um den Überblick über die Zusammenhänge zu behalten. Auf den Seiten 301/302 etwa scheint es, als würden Bill und Ben „die Plätze tauschen“ – das wirkte auf mich eher wie ein Versehen, aber vielleicht ist die Verwechslung der beiden auch bewusst? Trotzdem hat mich die Geschichte begeistert, weil sie intensiv, eigenwillig und mitreißend geschrieben ist. Für mich ein packender Thriller mit kleinen Schwächen.