Wie weit würdest du gehen?
Eine Studentin sitzt im Seminar. Ihr Puls rast. Sie möchte nichts Falsches sagen. Da platzt es aus ihr heraus. Alle starren sie an. Sie fühlt sich als hätte sie an „Heilgenabend in einer vollbesetzten Kirche während der Predigt laut gefurzt“. Ihr Mitstudent gibt ein Kontra das ihr die „Luft aus den Lungen trieb“.
Szenen wie diese kommen in „Ruf der Leere“ häufig vor. Und als Leser fragt man sich, was das soll. Figurenzeichnung? Die Figuren werden mit Stehsätzen wie „sie führt keine Beziehung, die hält sich Haustiere“ oder „einen Menschen der mit einen Verstand gesegnet war, wie es ihn nur selten gab“ beschrieben. Viel mehr ist da nicht. Die versprochene Konfrontation mit dem alten Mann findet erst ab etwa der Hälfte des Romans statt.
Zuvor werden in einer Moral und Ethik Vorlesungen werden zwar interessante Fragen gestellt. Aber mehr als ein Kratzen an der Oberfläche findet da nicht statt. z.B. scheint niemand der Figuren Brechts Dreigroschenoper oder „Against Empathy“ von Paul Bloom zu kennen. Daher erinnert das Seminar eher an einen Philosophie-Oberstufen Leistungskurs.
Ab dem Auftritt des alten Mannes nimmt die Geschichte aber zumindest fahrt auf. Sie entwickelt sich jedoch komplett anders als erwartet und vermag zu überraschen. Neben einen starken Anfang bietet das Buch auch ein spannendes Ende. Die Grundidee ist gut. Der Spannungsbogen ist auch hoch. Es gibt interessante Konfrontationen und durchaus groteske Szenen. Aber mich hab das Buch nicht ganz abgeholt.
Aufgrund des schönen düsteren Covers und der Inhaltsbeschreibung hab ich ein düsteres Drama erwartet. Bekommen habe ich einen Thriller gemischt mit ein wenig Coming of Age. Das Buch hat Potential, verschenkt aber leider auch viel davon.
Szenen wie diese kommen in „Ruf der Leere“ häufig vor. Und als Leser fragt man sich, was das soll. Figurenzeichnung? Die Figuren werden mit Stehsätzen wie „sie führt keine Beziehung, die hält sich Haustiere“ oder „einen Menschen der mit einen Verstand gesegnet war, wie es ihn nur selten gab“ beschrieben. Viel mehr ist da nicht. Die versprochene Konfrontation mit dem alten Mann findet erst ab etwa der Hälfte des Romans statt.
Zuvor werden in einer Moral und Ethik Vorlesungen werden zwar interessante Fragen gestellt. Aber mehr als ein Kratzen an der Oberfläche findet da nicht statt. z.B. scheint niemand der Figuren Brechts Dreigroschenoper oder „Against Empathy“ von Paul Bloom zu kennen. Daher erinnert das Seminar eher an einen Philosophie-Oberstufen Leistungskurs.
Ab dem Auftritt des alten Mannes nimmt die Geschichte aber zumindest fahrt auf. Sie entwickelt sich jedoch komplett anders als erwartet und vermag zu überraschen. Neben einen starken Anfang bietet das Buch auch ein spannendes Ende. Die Grundidee ist gut. Der Spannungsbogen ist auch hoch. Es gibt interessante Konfrontationen und durchaus groteske Szenen. Aber mich hab das Buch nicht ganz abgeholt.
Aufgrund des schönen düsteren Covers und der Inhaltsbeschreibung hab ich ein düsteres Drama erwartet. Bekommen habe ich einen Thriller gemischt mit ein wenig Coming of Age. Das Buch hat Potential, verschenkt aber leider auch viel davon.