Manchmal merkst du erst zu spät, wer dir wirklich gut tut.

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tatzi12334 Avatar

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Manchmal reicht eine einzige falsche Entscheidung – und plötzlich steht alles auf dem Kopf. Genau dieses Gefühl zieht sich für mich durch Offside – Rules of the Game von Avery Keelan.

Schon der Einstieg rund um Bailey und Luke hat direkt gezeigt, dass hier mehr hinter der Beziehung steckt, als es zunächst scheint. Besonders spannend fand ich, wie schnell sich die Dynamik verändert und plötzlich jemand ganz anderes in den Fokus rückt.

Chase war für mich anfangs schwer einzuordnen, weil er zuerst wie der typische Gegner wirkt, aber genau das macht seine Entwicklung so interessant. Je mehr Zeit er und Bailey miteinander verbringen, desto deutlicher wird, dass er ganz anders ist, als man erwartet. Gerade die kleinen Momente zwischen den beiden haben mir richtig gut gefallen, weil sie sich nicht überstürzt anfühlen, sondern nach und nach wachsen.

Was mich beim Lesen besonders gepackt hat, war das ganze Drama rund um Luke. Er sorgt immer wieder für Spannungen und bringt Bailey in Situationen, die sie verunsichern. Auch wenn ich ihn teilweise echt anstrengend fand, passt genau das zur Geschichte und macht sie emotional intensiver.

Allerdings muss ich auch sagen, dass sich die Handlung zwischendurch etwas gezogen hat. Manche Szenen wirkten für mich ein bisschen ausführlicher als nötig, während andere, die ich persönlich spannender gefunden hätte, eher kurz abgehandelt wurden. Das hat den Lesefluss an ein paar Stellen leicht gebremst, auch wenn es mich insgesamt nicht aus der Geschichte rausgerissen hat.

Das College- und Hockey-Setting hat mir trotzdem richtig gut gefallen. Die Spiele, die Rivalität zwischen den Teams und die Gruppendynamik haben dafür gesorgt, dass es nie langweilig wurde. Gleichzeitig werden auch Themen wie Vertrauen, Eifersucht und Selbstzweifel aufgegriffen, was die Geschichte für mich noch greifbarer gemacht hat.

Insgesamt hat mich das Buch überzeugt. Es ist emotional, teilweise dramatisch und gleichzeitig unterhaltsam – auch wenn es für mich an manchen Stellen etwas straffer hätte sein können.

Ich würde das Buch vor allem Leser*innen empfehlen, die College-Romance mit Sports-Vibes, viel Gefühl und einer guten Portion Drama mögen. Wenn man Geschichten liebt, in denen sich Beziehungen langsam entwickeln und nicht alles perfekt läuft, ist man hier genau richtig. 📖✨