flirrender Sog
Die Leseprobe hat einen ruhigen, gleichzeitig leicht flirrenden Sog: Markos „Trick“ – Augen zu, eine Sekunde warten, Augen auf – setzt sofort eine intime Nähe und zeigt, wie sehr er nach Halt sucht, wenn in ihm (und um ihn herum) etwas verrutscht. Danach wirkt der Abiball wie ein grelles, leicht peinliches Übergangsritual: Turnhallen-Glamour, Kater, Elternsätze vom „richtigen Leben“ – und darunter eine spürbare Schwere durch die abwesende Mutter und den Druck, Medizin zu studieren.
Am stärksten trägt die Spannung zwischen Marko und Claire: Sie drängt nach vorn, will losfahren, weg, leben; er hängt im Warten fest (Bewerbungen, Praktikum, Bescheide). Ihre Gespräche sind witzig-schräg, aber auch existenziell – als würde unter dem Alltag schon das Auseinanderdriften arbeiten.
Am stärksten trägt die Spannung zwischen Marko und Claire: Sie drängt nach vorn, will losfahren, weg, leben; er hängt im Warten fest (Bewerbungen, Praktikum, Bescheide). Ihre Gespräche sind witzig-schräg, aber auch existenziell – als würde unter dem Alltag schon das Auseinanderdriften arbeiten.