Im freien Fall: Vom Absprung ins Erwachsensein
Schon die Leseprobe von Salto macht deutlich, dass Kurt Prödel einen Roman über jene fragile Übergangsphase schreibt, in der das „richtige Leben“ beginnen soll – und stattdessen alles ins Wanken gerät. Marko hat das Abitur in der Tasche, sogar ein sehr gutes, und steht dennoch vor verschlossenen Türen: Der Traum vom Medizinstudium scheitert, die Zukunft bleibt vage. Während seine Freundin Claire die Kleinstadt entschlossen hinter sich lassen will, verharrt Marko zwischen Wohnblock, TikTok und lähmender Zukunftsangst. Diese gegenläufigen Bewegungen werden in der Leseprobe präzise als emotionaler und sozialer Riss sichtbar.
Besonders überzeugend ist das Lebensgefühl des Schwebezustands, das der Text einfängt: das Oszillieren zwischen Hoffnung und Überforderung, Ehrgeiz und Trägheit. Die Sprache ist direkt, temporeich und nah an der Erfahrungswelt junger Erwachsener, ohne sich anbiedernd zu geben. Kurze Kapitel und pointierte Szenen erzeugen Dynamik und lassen die innere Unruhe der Figuren spürbar werden. Marko erscheint dabei als verletzliche Figur zwischen Leistungsdruck, familiären Erwartungen und dem Gefühl, den Anschluss zu verlieren.
Die angedeutete Möglichkeit eines Studiums in Ungarn wirkt wie ein äußerer Rettungsversuch, der zugleich neue Spannungen erzeugt. Schon in der Leseprobe wird deutlich, dass es hier nicht nur um Bildungswege geht, sondern um soziale Herkunft, Körperlichkeit und die Frage, wie Beziehungen unter Druck reagieren. Salto kündigt sich als Coming-of-Age-Roman an, der nicht auf Aufstiegserzählungen setzt, sondern auf Brüche, Verluste und emotionale Fallhöhen. Ich würde sehr gern weiterlesen, um zu erfahren, wie dieser „Salto“ ausgeführt wird – als Absturz, als Befreiung oder als schmerzhafter Neubeginn.
ChatGPT kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen
Besonders überzeugend ist das Lebensgefühl des Schwebezustands, das der Text einfängt: das Oszillieren zwischen Hoffnung und Überforderung, Ehrgeiz und Trägheit. Die Sprache ist direkt, temporeich und nah an der Erfahrungswelt junger Erwachsener, ohne sich anbiedernd zu geben. Kurze Kapitel und pointierte Szenen erzeugen Dynamik und lassen die innere Unruhe der Figuren spürbar werden. Marko erscheint dabei als verletzliche Figur zwischen Leistungsdruck, familiären Erwartungen und dem Gefühl, den Anschluss zu verlieren.
Die angedeutete Möglichkeit eines Studiums in Ungarn wirkt wie ein äußerer Rettungsversuch, der zugleich neue Spannungen erzeugt. Schon in der Leseprobe wird deutlich, dass es hier nicht nur um Bildungswege geht, sondern um soziale Herkunft, Körperlichkeit und die Frage, wie Beziehungen unter Druck reagieren. Salto kündigt sich als Coming-of-Age-Roman an, der nicht auf Aufstiegserzählungen setzt, sondern auf Brüche, Verluste und emotionale Fallhöhen. Ich würde sehr gern weiterlesen, um zu erfahren, wie dieser „Salto“ ausgeführt wird – als Absturz, als Befreiung oder als schmerzhafter Neubeginn.
ChatGPT kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen