Abschied, Umbruch & wie es ist jung krank zu werden

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buechermaus Avatar

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Manchmal wartet man, dass das Leben endlich anfängt. Und wenn man glaubt, dass es jetzt soweit ist und man kurz davor ist den Sprung zu wagen, dann reißt es einen zurück - und das Leben endet, bevor es angefangen hat. Der Körper ist eine erstaunlich fragile Konstruktion dafür, dass er so vieles aushält. Das erleben auch Marko und Claire, die nach dem Abitur dastehen und dabei zusehen, wie ihre jeweiligen Leben einfach auseinander fallen. Kurt Prödel schreibt feinfühlig und dennoch leicht zu lesen vom Erwachsenwerden. Fast ist es wie eine Sequel zu „Klapper“, nur mit anderen Charakteren. Also im Zeitstrahl des Lebens einfach ein paar Jahre weiter. Ich mag wie es einen beim Lesen in die Geschichte zieht und die Personen einem schnell ans Herz wachsen. Die Themen sind universell: Jugend, herausfinden wer man ist und wer man sein will, Umbrüche, Abschiede. Und gleichzeitig hat es mich persönlich berührt und hat gut gezeigt wie es ist, wenn man als junger Mensch plötzlich für immer krank ist. Was es bedeutet, Träume aufzugeben. Und dass man nicht aufs Leben warten kann, weil man schon mitten drin steckt.