Leben im Ausnahmezustand

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s.tefanie Avatar

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Marko und Claire haben ihr Abitur in der Tasche. Nach vielem Ehrgeizig, Lernen und Funktionieren will Claire einfach nur noch raus aus ihrem Hamsterrad, raus aus Verpflichtungen, raus aus der Stadt.
Marko möchte Medizinstudent werden, doch er bekommt nur Absagen von den Universitäten, trotz super Noten.
Markos Papa bringt ihn auf die Idee, sich in Ungarn zu bewerben, was auch klappt. Plötzlich driften die Leben von Claire und Marko derart auseinander, dass man es kaum mit ansehen kann.
Als auf auf die zwei Schicksalsschläge zukommen, sind alle Pläne hinüber und beide müssen lernen, mit der neuen Situation umzugehen.
Allgemein fand ich diese Geschichte sehr bedrückend und traurig, konnte dennoch jede Handlung sehr gut nachempfinden und habe mich oft gefragt, wie ich in der einen oder anderen Situation gehandelt hätte.
Als es zur Wendung kommt und beide lernen, ihre Leben so anzunehmen, wie sie nun sind, wurde mein Herz etwas leichter. Ich bin beeindruckt von deren Zuversicht und Willensstärke und auch, dass sie ihren Humor nicht verlieren. Das Ende ist eine Interpretationssache.
Der Schreibstil war flüssig. Mir wird dieser Roman noch lange in Erinnerung bleiben und ich freue mich auf weitere Geschichten von Kurt Prödel.