Ok
Vapes und ChatGPT zeigen sich schnell als Bestandteil im Buch. Auch wenn ich weiß, dass dies irgendwann kommen musste, vermittelt es mir zunächst ein negatives Gefühl. Zugleich schafft es jedoch Realitätsnähe und setzt die Thematik passend in Szene. Diese wiederum empfinde ich als sehr spannend, konnte mich jedoch trotz Aktualität leider nicht richtig einnehmen.
Durch den Protagonisten sind Hilflosigkeit, Haltlosigkeit und eine gewisse Belastung spürbar. All dies ist zur Thematik ebenso äußerst passend und für mich als Leser auch nachvollziehbar. Die Charaktere selbst erscheinen mir jedoch nicht sehr tiefgründig, sie wirken eher flächig. Zusammen sind sie allerdings stimmig und ergeben ein passendes Gesamtbild. Auffällig ist dabei auch die reduzierte Anzahl an bedeutungsvollen Figuren, also jener, die wirklich im Vordergrund auftreten.
In Hinsicht auf den Aufbau des Buches, mag ich die kurzen Kapitel - wir sprechen zum Teil von einer halben Seite oder zumindest von nur wenigen Seiten. Die vielen Absätze stören hingegen etwas meinen Lesefluss und lassen selbst die kurzen Kapitel abgehackt wirken. Gleichzeitig schaffen sie inhaltliche Abgrenzungen und setzen gezielt Pausen, wie in einem Musikstück – zum Einfühlen, Aufatmen, Denken.
Literarisch ist das Buch schön ausgearbeitet. An passenden Stellen sind stilistische und rhetorische Mittel eingesetzt - das würde meine Deutschlehrerin beim Abi wohl genauso erfreuen wie mich. Besonders stilistische Wiederholungen erzeugen eine spannende Rhythmik, wodurch alles wieder seinen Ursprung findet, als würde man sich selbst sammeln. Sie bringen Kontinuität, eine Regelmäßigkeit, die die Geschichte immer wieder durchläuft und irgendwie auch festhält.
Sprachlich weist das Buch viele Qualitäten auf, auch wenn ich mit dem Schreibstil trotzdem nicht richtig warm werde. Ich kann dabei leider nicht einmal genau sagen, was mich konkret stört.
Während des Lesens war mir zudem unklar, welchen Zusammenhang der Titel zur Geschichte hat. Erst im letzten Kapitel findet sich die Wiederholung des Titels wieder. Trotzdem ist für mich noch nicht ganz klar, welche Bedeutung dieser nun genau trägt.
Das Ende selbst ist nicht ganz offen, aber ebenso wenig wirklich geschlossen, und lässt mich dadurch ebenso etwas unbefriedigt zurück. Ich habe erwartet, dass danach noch irgendetwas kommt. Man kann die Geschichte zwar so stehen lassen, doch manche Informationen, die mir eigentlich relevant erschienen, fehlen mir gänzlich.
Im Gesamten verweisen der Aufbau und die Sprache auf ein Meisterwerk. In der Schule hat man als Abivorbereitung gelernt, worauf es bei einem guten Buch ankommt - auch wenn das immer etwas relativ ist. Und egal, wie mir dieses Buch nun gefallen hat, muss ich zugeben, dass in dieser Hinsicht vieles, wenn nicht alles, sehr gut gepasst hat und sich harmonisch zusammenfügt. 3,5/ 5☆
Durch den Protagonisten sind Hilflosigkeit, Haltlosigkeit und eine gewisse Belastung spürbar. All dies ist zur Thematik ebenso äußerst passend und für mich als Leser auch nachvollziehbar. Die Charaktere selbst erscheinen mir jedoch nicht sehr tiefgründig, sie wirken eher flächig. Zusammen sind sie allerdings stimmig und ergeben ein passendes Gesamtbild. Auffällig ist dabei auch die reduzierte Anzahl an bedeutungsvollen Figuren, also jener, die wirklich im Vordergrund auftreten.
In Hinsicht auf den Aufbau des Buches, mag ich die kurzen Kapitel - wir sprechen zum Teil von einer halben Seite oder zumindest von nur wenigen Seiten. Die vielen Absätze stören hingegen etwas meinen Lesefluss und lassen selbst die kurzen Kapitel abgehackt wirken. Gleichzeitig schaffen sie inhaltliche Abgrenzungen und setzen gezielt Pausen, wie in einem Musikstück – zum Einfühlen, Aufatmen, Denken.
Literarisch ist das Buch schön ausgearbeitet. An passenden Stellen sind stilistische und rhetorische Mittel eingesetzt - das würde meine Deutschlehrerin beim Abi wohl genauso erfreuen wie mich. Besonders stilistische Wiederholungen erzeugen eine spannende Rhythmik, wodurch alles wieder seinen Ursprung findet, als würde man sich selbst sammeln. Sie bringen Kontinuität, eine Regelmäßigkeit, die die Geschichte immer wieder durchläuft und irgendwie auch festhält.
Sprachlich weist das Buch viele Qualitäten auf, auch wenn ich mit dem Schreibstil trotzdem nicht richtig warm werde. Ich kann dabei leider nicht einmal genau sagen, was mich konkret stört.
Während des Lesens war mir zudem unklar, welchen Zusammenhang der Titel zur Geschichte hat. Erst im letzten Kapitel findet sich die Wiederholung des Titels wieder. Trotzdem ist für mich noch nicht ganz klar, welche Bedeutung dieser nun genau trägt.
Das Ende selbst ist nicht ganz offen, aber ebenso wenig wirklich geschlossen, und lässt mich dadurch ebenso etwas unbefriedigt zurück. Ich habe erwartet, dass danach noch irgendetwas kommt. Man kann die Geschichte zwar so stehen lassen, doch manche Informationen, die mir eigentlich relevant erschienen, fehlen mir gänzlich.
Im Gesamten verweisen der Aufbau und die Sprache auf ein Meisterwerk. In der Schule hat man als Abivorbereitung gelernt, worauf es bei einem guten Buch ankommt - auch wenn das immer etwas relativ ist. Und egal, wie mir dieses Buch nun gefallen hat, muss ich zugeben, dass in dieser Hinsicht vieles, wenn nicht alles, sehr gut gepasst hat und sich harmonisch zusammenfügt. 3,5/ 5☆