Schnell weggelesen: Leicht und doch tiefgehend

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kopfimbuch Avatar

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„Salto“ ist ein leichter, aber doch tiefgehender Coming-of-Age Roman. Leicht auf eine Weise, dass der Roman einfach wegzulesen war (ich habe ihn an einem Tag gelesen) und keine Erholungspausen benötigt hat. Tiefgehend, weil er auch schwierige Themen behandelt (v.A. den Umgang mit neu diagnostizierten, chronischen Krankheiten; Lebenskrisen; Tod), allerdings auf eine sehr liebe Weise. Die Figuren stehen an einem großen Wendepunkt in ihrem Leben: Was möchten sie aus ihrem Leben machen? Was möchten sie studieren? Wo möchten sie leben? Sie haben Ecken und Kanten, sind nicht perfekt und das macht sie sehr sympathisch. Wir leben mit ihnen durch schwierige Entscheidungen, Einbahnstraßen, Krisen und Neuorientierungen. Besonders gefallen haben mir auch die vielen Details, die die finanzielle Ungleichheit des Protagonisten im Vergleich mit seinen Mitschülern/Mitstudierenden herausgestellt haben; manchmal dezent, manchmal sehr plakativ, aber sehr nahbar und viele Situationen konnte ich sehr gut nachfühlen.