So ungefähr muss man sich das vorstellen

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nähpummelchen Avatar

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Das Buch mit dem spektakulären und energetischen Titel "Salto" wird ganz leise erzählt. Passend zum Protagonisten Marko, der ein stiller, etwas zurückgezogener Typ ist. Etwas schüchtern, mit den richtigen Worten hardernd. Trotzdem zielstrebig, ein am Boden gebliebener Teenager.
Sehr sensibel wird von Marko erzählt. Er hat das jahrgangsbeste Abitur und träumt von einem Medizinstudium in einer der großen Städte in Deutschland. Doch leider erhält er von infrage kommenden Unis Absagen. Er trägt schwer an einem viel zu zeitig in seinem Leben eingetretenen Schicksalsschlag: Dem Umfalltod seiner Mutter. Vater und Sohn leben in einfachsten Verhältnissen, doch der Vater setzt alles daran, den Berufswunsch seines Sohnes zu ermöglichen und schlägt ihm vor, das Geld aus der Lebensversicherung der Mutter zu nutzen, um ein Studium im Ausland aufzunehmen. Und so geht es für Marko nach Ungarn.
Die Liebesgeschichte, die schon zu Schulzeiten zu Claire bestand und durch Markos Wegzug nun einen tiefen Einschnitt erfährt, habe ich im Buch nicht als die große Liebesgeschichte wahrgenommen, wie es im Klappentext Erwähnung findet. Vielmehr stand für mich Markos Weg an sich und der "Salto" im Mittelpunkt, der Markos Weg plötzlich auf einen Kipppunkt stellt.