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Der Roman „Salto“ von Kurt Prödel erzählt von Marcos herausforderndem Übergang ins Erwachsenenleben. Eigentlich sollte jetzt alles beginnen: Studium, Freiheit, Zukunft. Stattdessen gerät für Marko vieles aus dem Gleichgewicht. Trotz eines hervorragenden Abiturs scheitert sein Traum vom Medizinstudium, seine Beziehung zu Claire zerbricht, und während sie entschlossen nach vorne blickt, muss er mit den Geldsorgen in seiner Familie klarkommen. Bald wird er zusätzlich durch eine Krankheit aus der Bahn geworfen, aber auch für Claire läuft nichts wie geplant.

Besonders gefallen hat mir, wie gut der Roman diese Phase der Orientierungslosigkeit einfängt. Dieses Gefühl, dass alle anderen scheinbar wissen, wohin sie wollen, während man selbst feststeckt, wird sehr authentisch beschrieben. Prödel gelingt es dabei, die Melancholie des Erwachsenwerdens greifbar zu machen, ohne ins Pathetische abzurutschen. Sehr gelungen fand ich auch, dass zwei Krankheiten thematisiert werden, die gerade junge Menschen aus der Bahn werfen können. Eine davon habe ich in einem Coming-of-Age-Roman so noch nicht gelesen, obwohl durchaus viele Jugendliche betroffen sind.

Auch das Hörbuch hat mir gut gefallen. Die Stimme des Erzählers ist angenehm und findet eine gute Balance in der Betonung, die weder zu zurückhaltend noch übertrieben ist, sodass die Stimmung des Romans gut transportiert wird. Insgesamt ist „Salto“ ein melancholischer Coming-of-Age-Roman, der zeigt, dass der Start ins Leben nicht immer geradlinig verläuft. Ein Buch über Brüche, Unsicherheiten und darüber, wie man trotzdem weitermacht – und genau deshalb sehr lesenswert.