Vor- oder rückwärts?

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lesestern Avatar

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Der Autor bringt uns hier wie in seinem Debütroman „Klapper“ wieder die Generation 18+ sehr nahe.

Fast schmerzlich verfolgt der Lesende die Phase nach dem Abi im Leben von Marko, dessen Mutter gestorben ist, und Claire, deren Wege sich nun nach so langer Zeit trennen, da sie nicht am gleichen Ort studieren können.

Dass das nicht ihr Hauptproblem bleiben wird, ahnen die beiden noch nicht und beschließen so, ihre Beziehung zu beenden, fast als wenn ihnen nichts Besseres einfallen würde.

So will Claire nach München gehen, während Marko nach Budapest zieht, weil er hier keinen Studienplatz in Medizin bekommen hat. Dort fühlt er sich sehr einsam, bis er Sophie kennenlernt und mit ihr eine tolle Party erlebt, bei der er sich angenommen fühlt. Doch leider hat Sophie sich vorher entschieden, ihr Studium zu beenden. Marko fällt in ein tiefes Loch und ein weiteres Unglück trifft ihn. Doch dieses führt ihn wieder nach Hause zu seinem Vater und in ein neues Leben.

Auch bei Claire läuft nichts, wie geplant und so kann sie erstmal nicht nach München ziehen.

Welche Schicksalsschläge sie jeweils treffen, wie sie diese fast alleine meistern und am Ende des Romans doch irgendwie wieder zusammenkommen, erzählt der Autor erneut sehr mitreißend, emotional aufwühlend und immer nah dran am wirklichen Leben in Ich-Perspektive aus Markos Sicht.

Ein wunderbares Buch, eine besondere Coming-of-Age-Liebesgeschichte!