Spaziergang mit Buch
Carsten Henn, bekannt für seinen Bestseller "Der Buchspazierer", erzählt hier eine Kinderbuchvariante seines Erfolgsstoffs – warmherzig, klug und mit viel Gefühl für kindliche Beobachtungsgabe.
Im Zentrum steht die neunjährige Schascha, die von ihrem Fenster aus Abend für Abend einen alten Buchhändler beobachtet, der mit prall gefülltem Rucksack über den Münsterplatz zieht. Sie nennt ihn heimlich den "Buchspazierer" – ein Name, der zum Herzstück ihrer kindlichen Fantasiewelt wird. Diese Ausgangssituation ist wunderbar stimmungsvoll eingefangen: die Fensterbank mit dem bestickten Kissen, die Regel, erst zu gehen, wenn der Mann den Platz verlassen hat, das heimliche Beobachtungsritual – all das vermittelt eine große Zärtlichkeit für die kleinen, eigenen Rituale von Kindern.
Besonders gelungen ist der Dialogwitz zwischen Schascha und ihrem Vater beim Pizzaessen – authentisch, warmherzig, mit dem typischen Vater-Tochter-Necken, das nie kitschig wird. Auch die Nebenfiguren wie die schnippische Mitschülerin Svenja oder die schrullige alte Dame mit ihrem Rat zu grünen Buchumschlägen setzen humorvolle Akzente.
Die Sprache ist bildreich, aber nie überladen ("dehnbar wie ein Kaugummi", "Worte sprudelten wie ein Brunnen") – genau richtig für die Zielgruppe. Die dreibeinige Katze und der geheimnisvolle Buchspazierer selbst versprechen zudem einen leisen Hauch von Magie, der die Geschichte über die reine Alltagserzählung hinaushebt.
Insgesamt ein einfühlsames, humorvolles Buch über Neugier, Freundschaft über Generationengrenzen hinweg und die Kraft der Bücher – mit liebevollen Illustrationen von Annelie Schulze, die die warme, altmodisch-gemütliche Atmosphäre der Buchhandlung "Am Stadttor" perfekt einfangen
Im Zentrum steht die neunjährige Schascha, die von ihrem Fenster aus Abend für Abend einen alten Buchhändler beobachtet, der mit prall gefülltem Rucksack über den Münsterplatz zieht. Sie nennt ihn heimlich den "Buchspazierer" – ein Name, der zum Herzstück ihrer kindlichen Fantasiewelt wird. Diese Ausgangssituation ist wunderbar stimmungsvoll eingefangen: die Fensterbank mit dem bestickten Kissen, die Regel, erst zu gehen, wenn der Mann den Platz verlassen hat, das heimliche Beobachtungsritual – all das vermittelt eine große Zärtlichkeit für die kleinen, eigenen Rituale von Kindern.
Besonders gelungen ist der Dialogwitz zwischen Schascha und ihrem Vater beim Pizzaessen – authentisch, warmherzig, mit dem typischen Vater-Tochter-Necken, das nie kitschig wird. Auch die Nebenfiguren wie die schnippische Mitschülerin Svenja oder die schrullige alte Dame mit ihrem Rat zu grünen Buchumschlägen setzen humorvolle Akzente.
Die Sprache ist bildreich, aber nie überladen ("dehnbar wie ein Kaugummi", "Worte sprudelten wie ein Brunnen") – genau richtig für die Zielgruppe. Die dreibeinige Katze und der geheimnisvolle Buchspazierer selbst versprechen zudem einen leisen Hauch von Magie, der die Geschichte über die reine Alltagserzählung hinaushebt.
Insgesamt ein einfühlsames, humorvolles Buch über Neugier, Freundschaft über Generationengrenzen hinweg und die Kraft der Bücher – mit liebevollen Illustrationen von Annelie Schulze, die die warme, altmodisch-gemütliche Atmosphäre der Buchhandlung "Am Stadttor" perfekt einfangen