Eine Liebeserklärung an Bücher und ihre Leser

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dirk heinemann Avatar

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Worum geht es?

Die neunjährige Schascha liebt Bücher über alles. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie allein mit ihrem Vater. Aus dem Fenster ihres Zimmers blickt sie direkt auf den Münsterplatz. Dort beobachtet sie regelmäßig einen älteren Herrn, der die Buchhandlung „Am Stadttor“ verlässt und Bücher zu seinen Kunden bringt.

Für Schascha ist schnell klar: Das ist der Buchspazierer.

Eines Tages fasst sie sich ein Herz und läuft einfach neben ihm her. So kommen die beiden ins Gespräch und schon bald darf Schascha ihn auf seinen Touren begleiten.

Dabei erfährt sie, dass Herr Kollhoff seinen Stammkunden besondere Spitznamen gegeben hat. Diese stammen allesamt aus bekannten Büchern und passen auf erstaunliche Weise zu den jeweiligen Menschen. So besucht er unter anderem Mr. Darcy, Effi Briest, Frau Langstrumpf, Herkules und Schwester Amaryllis.

Während ihrer gemeinsamen Besuche merkt Schascha schnell, dass hinter jeder Haustür eine eigene Geschichte steckt. Die Menschen haben unterschiedliche Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse. Am liebsten würde sie jedem genau das richtige Buch bringen, um ihm zu helfen.

Doch als ihr Vater erfährt, dass sie mit einem fremden älteren Mann unterwegs ist, verbietet er ihr den Kontakt zum Buchspazierer.


Meine Meinung

Carsten Henn gelingt es sehr gut, die Geschichte für junge Leser aufzubereiten. Die Handlung wird kindgerecht erzählt, ohne dabei ihren besonderen Charme zu verlieren.

Besonders gefallen hat mir die große Liebe zu Büchern, die auf jeder Seite spürbar ist. Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass Geschichten Menschen verbinden können und dass Bücher oft genau zur richtigen Zeit die richtigen Begleiter sind.

Auch die Figuren sind sehr gelungen. Schascha ist neugierig, mutig und liebenswert. Durch ihre offene Art lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen und entdeckt, dass jeder seine ganz eigene Geschichte mit sich trägt.

Wunderbar ergänzt wird die Erzählung durch die Illustrationen von Annelie Schulze. Sie passen hervorragend zur Geschichte und lockern das Buch zusätzlich auf. Gerade für junge Leser macht das das Lesen noch angenehmer.

Obwohl ich den ursprünglichen Roman nicht gelesen habe, kenne ich die Verfilmung und habe beim Lesen viele Parallelen wiedererkannt. Meiner Meinung nach ist die Übertragung in ein Kinderbuch sehr gut gelungen.


Fazit

„Schascha und der Buchspazierer“ ist eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher und die kleinen Wunder des Alltags. Carsten Henn erzählt sie kindgerecht und mit viel Herz.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe volle 5 Sterne eine klare Kaufempfehlung.